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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Weißenthurm
Ausgabe 41/2020
Aus den Gemeinden
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Spaß oder Stress: Wie fahrradfreundlich ist die Verbandsgemeinde Weißenthurm?

ADFC testet Corona-Auswirkungen auf Radverkehr – Online-Abstimmung zur Zufriedenheit

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) befragt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) seit 2012 alle zwei Jahre Radfahrer in ganz Deutschland zur Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte und Gemeinden. Der Fahrradklima-Test ist laut ADFC eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit. 2018 bewerteten bundesweit 170.000 Radler insgesamt 683 Kommunen.

Ergebnis: Die Fahrradfreundlichkeit ist gerade ausreichend, das Sicherheitsgefühl schneidet noch schlechter ab. Die diesjährige Umfrage nimmt Corona in den Fokus. Wegen der Pandemie erlebt Radfahren einen regelrechten Boom, viele sind um- oder wieder aufgestiegen. Getestet werden soll, wie Neulinge, aber auch routinierte Zweiradnutzer die aktuelle Situation erleben. Ob Radfahren in der Verbandsgemeinde Weißenthurm richtig Spaß macht oder der pure Stress ist, können Zweiradnutzer noch bis 30. November online beantworten.

Mit insgesamt 27 Fragen will der ADFC wissen, ob wir uns auf dem Rad sicher fühlen, wie gut die Radwege in der Verbandsgemeinde sind und ob die Kommunen in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördern.

Auf einer Skala von 1 bis 6 können die Alltagsexperten verschiedene Aspekte des Radfahrens bewerten wie Sicherheitsgefühl, Komfort, Radverkehrsinfrastruktur und -förderung, aber auch Abstellmöglichkeiten, Mitnahme des Fahrrades im öffentlichen Nahverkehr und Werbung für das Radfahren. Die Kommunen sind in sechs Einwohner-Größenklassen unterteilt. Teilnehmen können Radler digital per Online-Fragebogen, der aber auch in Papierform bestellt werden kann.

Nach Abschluss der Umfrage beginnt die wissenschaftliche Auswertung der erhobenen Daten, im Frühjahr 2021 stellt der ADFC die Ergebnisse vor. Ausgezeichnet werden dann die fahrradfreundlichsten Kommunen sowie diejenigen, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Mit den Testergebnissen will der Radclub, der nach eigenen Angaben mit rund 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrer in Deutschland und weltweit ist, eine Standortbestimmung zur Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden ermöglichen. Identifizierte Stärken und Schwächen im Vergleich zu anderen Orten könnten für gezielte Maßnahmen und Programme genutzt werden. „Politik und Verwaltung brauchen wissenschaftlich verlässliche Daten, um Entscheidungen zu treffen und Veränderungen anzugehen, das gilt auch für die Fahrradinfrastruktur vor Ort“, heißt es aus dem ADFC.

Daher hofft der Club auf „eine große Zahl und ein breites Spektrum“ an Radlern, die die Situation auch in Weißenthurm bewerten. Die Klimaschutzbeauftragte der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Jennifer Vogt, betont, dass die Verwaltung den Radverkehr grundsätzlich stärken will: „Dabei geht es nicht nur um Freizeitfahrten, sondern auch um die Zweiradnutzung im Alltag.“

Den Fragebogen und weitere Informationen zum Fahrradklimatest 2020 gibt es im Internet unter www.fahrradklima-test.adfc.de