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Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Weißenthurm
Ausgabe 52/2020
Aktuelles MUSS
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Traditionelles Bassenheimer „Turmblasen“ musste abgesagt werden

Noch im vorigen Jahr war der Walpotplatz im Herzen von Bassenheim dicht gefüllt mit erwartungsvollen Adventsgästen beim "Turmblasen"-Fest .

Die Turmbläser spielten traditionell aus den oberen Rathaus-Etagen ihre Melodien.

Bassenheimer Bürgermeisterin Natalja Kronenberg spricht Mut und Hoffnung für das kommenden Jahr aus

BASSENHEIM. (jab) Seit 30 Jahren organisiert der Heimatverein Bassenheim eine Weihnachtsveranstaltung auf dem Walpotplatz. Das unter dem Begriff „Turmblasen“ bekannte Zusammenkommen fand bisher immer am Sonntag vor dem Heiligen Abend statt.

Viele Besucher, auch aus den Nachbarorten, freuten sich auf diese letzte Veranstaltung im Jahresverlauf in Bassenheim. Am Wochenende vor Weihnachten konnten sich noch im vergangenen Jahr bei weihnachtlicher Blasmusik, Glühwein und nichtalkoholischen Getränken nach Beendigung des Adventskonzerts in der Kirche die froh gestimmten Menschen auf ein heiter-erwartungsvolles Dorffest der besonderen Güte freuen, das immer genau die richtige Einstimmung für das bevorstehende Weihnachtsfest darstellte.

Dabei nahmen die Besucher und Besucherinnen die gern genutzte Gelegenheit wahr, in der Kirche einem immer sehr schönen Konzert einheimischer Musiker und Musikerinnen zu lauschen und zum anderen den Trompetenmelodien der Musikkünstler aus den Fenstern des Rathauses zuzuhören. Während des gesamten Abends spielten zumeist die Lonniger Blasmusiker und konnten die Gäste auf dem historischen Walpot-Platz vorzügliich unterhalten.

Seit den 90er-Jahren ein Renner

Dieses traditionelle Turmblasen, das ebenso vom örtlichen Heimatverein realisiert wurde hatte seinen Beginn in den 90er-Jahren, als der vormalige Weihnachtsmarkt in der Gemeinde immer weniger Resonanz fand. Damals entschloss sich der Heimatverein statt auf Kommerz künftig mehr auf Geselligkeit und Gemeinschaft zu setzen. In jenen Jahren hatten Heimatvereins-Vorsitzender Theo Neideck und seine „Heimatfreunde“ Gelegenheit all ihre Kreativität und ihren Erfindungsreichtum in ein echtes gemeinschaftliches Erleben umzusetzen, das nicht nur bei der örtlichen Bevölkerung sondern durchaus auch bei auswärtigen Gästen Gefallen finden sollte.

Bei Glühwein und Kinderpunsch und entsprechenden Leckereien luden die Bassenheimer Heimatfreunde seither zu einem musikalischen Beisammensein auf den Walpot-Platz ein, das immer wieder großen Anklang fand und zu einem rechten Renner im Bassemer Jahresgeschehen wurde.

Aufgrund der bekannten Situationen musste nun dieses ansonsten wunderbare Ereignis in diesem Jahr abgesagt werden, was zwar den Umständen geschuldet, nichtsdestoweniger aber mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen wurde.

Hoffnung auf kommendes Jahr

Aber natürlich sind Bürgermeisterin Natalja Kronenberg und natürlich auch Britta Ketzner und der Heimatverein über diese Absage sehr traurig und hoffen, zusammen mit den großen und kleinen Bürgern, dass diese prächtige Veranstaltung im kommenden Jahr wieder in der bisher so erfolgreichen Weise weitergeführt werden kann.

„Dass man Feste feiern soll, wie sie fallen, dies war im jetzt zuende gehenden Jahres nicht möglich. Auch das anstehende Weihnachtsfest wird anders sein. Es wird ruhiger und im engsten Kreis stattfinden, dennoch sollten wir es bewusst erleben und den Moment genießen. Vor allem sollten wir die Hoffnung und die Zuversicht für das neue Jahr nicht verlieren. Es werden bestimmt die Augenblicke kommen, in denen wir wieder zusammen schöne Stunden verbringen und fröhliche Feste feiern können. Und wenn es soweit ist, werden wir gemeinsam auf die Gesundheit anstoßen“, betont die engagierte Bassemer Bürgermeisterin zuversichtlich.