Um den Aalbestand langfristig zu sichern, wurden 280 sogenannte Farmaale ausgesetzt – Ein Farmaal ist in der Regel etwa 15 bis 25 Zentimeter lang und rund ein Jahr alt. Er stammt nicht aus der natürlichen Wanderung der Glasaale aus dem Atlantik, sondern wird in Aquakulturen unter kontrollierten Bedingungen aufgezogen.
Der Aal ist ein faszinierender Fisch mit einer beeindruckenden Lebensgeschichte. Geboren wird er in der Sargassosee im Atlantik, tausende Kilometer von hier entfernt. Von dort aus wandert er als winzige Larve bis nach Europa und schlägt sich durch bis in unsere Flüsse und Bäche – auch in den Simmerbach. Über viele Jahre lebt er hier in unseren Gewässern, bevor er sich eines Tages wieder auf die weite Reise zurück ins Meer macht, um dort zu laichen. Diese einzigartige Wanderung macht ihn nicht nur besonders, sondern auch anfällig für zahlreiche Gefahren.
Aale fressen unter anderem kranke oder tote Fische, Schnecken und Würmer. Auf seinem Speiseplan steht aber auch der hier nicht heimische und invasive Signalkrebs. Damit tragen die Aale dazu bei, dessen Population zu begrenzen. – sie sind sozusagen die „Gesundheitspolizei“ im Bach.
Ein Teil des Aalbesatzes wurde vom Fischereiverband und Fischereigenossenschaft finanziert. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.
Als Verein fühlen wir uns tief mit dem Hunsrück verbunden – und ganz besonders mit unserer Heimatgemeinde Gehlweiler, zu der wir als eingetragener Verein gehören. Der Simmerbach ist für uns nicht nur ein Gewässer, sondern ein Stück Zuhause. Deshalb setzen wir uns mit Leidenschaft dafür ein, dass er auch für kommende Generationen lebendig und gesund bleibt.
Angelfreunde Langenstein e.V. - für Natur und ein nachhaltig gesundes Gewässer.