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Mittelrhein-Nachrichten - Heimat- u. Bürgerzeitung VG St. Goar-Oberwesel
Ausgabe 51/2019
Die Verbandsgemeinde informiert
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Dank, Anerkennung und Stolz über das vom Rat und von Bürgermeister Thomas Bungert Geleistete

Festlich weihnachtlich von Melanie Hilgert und Friedel Baier eingedeckt und geschmückt war der Rathaussaal Oberwesel, in welchem der Verbandsgemeinderat St. Goar-Oberwesel, in seiner sicher historischen Stunde, zum letzten Mal tagen durfte

Für sein 40-jähriges kommunales Wirken wurde Verbandsgemeinderatsmitglied Bruno Schön vom Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz mit einer Dank- und Anerkennungsurkunde geehrt. Bürgermeister Thomas Bungert überreichte diese und dankte seinerseits für die jahrzehntelange Arbeit im Sinne der Bürgerschaft

Ein herzliches Dankeschön für die sehr gute faire und harmonische zollte der scheidende Bürgermeister Thomas Bungert (im Bild rechts) auch seinen Beigeordneten (von links nach rechts: Beigeodneter Karl-Josef Perscheid, Beigeordnete Ursula Krick und Erster Beigeordneter Christian Stahl)

Reinhold Kroll, berichtete über die Seniorenarbeit in 2019 und erhielt als Dankeschön für sein großes Engagement als Vorsitzender des Seniorenbeirats ein Weinpräsent

Bevor es zum traditionellen Jahresabschluss ging, stellte sich der Rat zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto im Rathaus der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel zusammen

Letzte Sitzung des Verbandsgemeinderates St. Goar-Oberwesel:

Dank, Anerkennung und Stolz über das vom Rat und von Bürgermeister Thomas Bungert Geleistete

„Erheben wir das Glas (Oelsbergwein), denn wir können rückblickend stolz sein, auf die in über 47 Jahren von der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel geleistete kommunale Arbeit zum Wohle unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger!“ Dieses -mit einem Prost begleitete- Fazit von Bürgermeister Thomas Bungert spiegelt die Stimmung, die inhaltlichen Redebeiträge und Dankesworte aller Fraktionen und der Ratsmitglieder im weihnachtlich geschmückten Rathaussaal der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel wider, bei denen weniger der Wehmut im Hinblick auf die Auflösung der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel zum 01.01.2020, sondern der Stolz und die Anerkennung auf das gemeinsam mit drei engagierten Bürgermeistern Geschaffene, im Mittelpunkt stand. So wurden die Tagesordnungspunkte „Jahresabschluss 2018 der Abwasserbeseitigungseinrichtung der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel“, die „Feststellung des Jahresabschlusses 2018 mit Entlastungserteilung“, die „Wahl von Thomas Bungert als Stellvertreter der Regionalvertretung der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald“, die „Auftragsvergabe für die Kanalarbeiten in der „Schwanengasse“ und „An der Holzgasse“ in Oberwesel“, die „Annahme von Spenden“ und „Zustimmung zur Ausschreibung einer weiteren EDV-Kraft“, wie könnte es anders sein, einstimmig beschlossen (weitere Berichte folgen). Bürgermeister Thomas Bungert: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir in meiner fast 19 Jahre dauernden Tätigkeit als Bürgermeister dieser schönsten Verbandsgemeinde Deutschlands, nahezu alle Beschlüsse einstimmig gefasst haben. Dafür spreche ich dem Verbandsgemeinderat mein herzliches Dankeschön für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus. Gemeinsam ist man eben stark!“

Traditionsgemäß hielt der Vorsitzende des Seniorenbeirats der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel, Reinhold Kroll, den Jahresbericht zum Wirken „seines Seniorenbeirates“ in 2019. Reinhold Kroll: „Wir können erneut ein positives Fazit ziehen. Es konnten wieder zahlreiche Aktionen begleitet werden. Die Seniorinnen und Senioren haben an verschiedenen, für die Seniorenarbeit wichtigen Veranstaltungen, teilnehmen können. Er dankte dem Bürgermeister und dem Rat für die in den vergangenen Jahren geleistete tolle Unterstützung im Sinne der Seniorenschaft. Mit Blick auf die neue Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein hoffe er, dass die Seniorenarbeit auch dort positiv begleitet werden wird. Ein ähnliches Gremium wie derzeit in St. Goar-Oberwesel sei noch nicht „installiert“ worden. Bürgermeister Thomas Bungert dankte Herrn Kroll für das erneut hervorragende Engagement und überreichte ihm ein Weinpräsent. Thomas Bungert: “Ich hoffe auch, dass die Arbeit im Sinne der Senioren weiter gehen kann.“ Das dies unbedingt erforderlich ist, zeigte Verbandsgemeinderatsmitglied Walter Mallmann in seinem Redebeitrag zur Situation der Seniorenarbeit deutlich auf.

Zu Beginn der Sitzung gab es zudem eine besondere Ehrung: Bürgermeister Thomas Bungert überreichte CDU-Ratsmitglied Bruno Schön eine Dank- und Anerkennungsurkunde Urkunde des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz für das über 40 jährige kommunalpolitische Wirken als Mitglied des Verbandsgemeinderates (davon viele Jahre als CDU-Fraktionssprecher). Mit einem kräftigen Applaus bekundete der Verbandsgemeinderat Dank und Anerkennung für die Auszeichnung.

CDU-Fraktionssprecher Hans-Peter Münch ließ den historischen Werdegang der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel zunächst Revue passieren, bevor er seine -zum Schluss mit viel Applaus des gesamten Rates bedachte- Rede hielt. Lob zollte er der in den letzten Jahren immer stärker werdenden fraktionsübergreifenden Zusammenarbeit. CDU-Fraktionssprecher Hans-Peter Münch: „Und was man in heutigen Zeit noch bewegen kann, haben wir sicherlich bei unserem „Meisterstück“ bewiesen: Wenn der Rat, die Verwaltung, die Planer und alle Beteiligten, über politische und sonstige Grenzen hinaus, an einem Strang -und dann noch in die gleiche Richtung- ziehen können, gelinge es, innerhalb eines Jahres ein Freibad zu sanieren und den Kostenrahmen einzuhalten. Ich habe gehört, es soll andere Gebietskörperschaften geben, die länger dafür brauchen.“

CDU-Fraktionssprecher Hans-Peter Münch bedankte sich im Namen seiner Fraktion, bei den bisherigen Bürgermeistern („Bürgermeister Thomas Bungert spare ich heute aus, seine Verabschiedung findet am 10.01.2020 in der Großsporthalle statt“), den Bürgerinnen und Bürgern, die eine eindeutige Empfehlung zur Fusion mit Emmelshausen gegeben haben, bei allen Rats- und Ehrenmandatsträge/rinnen die nach sorgfältigen Beratungen durch ihre klugen Beschlüsse „unsere Verbandsgemeinde“ weiter nach vorne gebracht haben. Auch die Stadt- und Ortsbürgermeister und nicht zuletzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in nahezu 5 Jahrzehnten gut gearbeitet haben, schloss er in den Dank ein. Ein besonderes Dankeschön richtete er an Kämmerer Norbert Klingele, der die Haushalte der vergangenen Jahre stets fest „im Griff“ hatte.

Das Fazit des CDU-Fraktionssprechers:

„Meine Damen und Herren, ich fasse zusammen: Die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel hatte ihre Zeit, sie war gut. Die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel geht nicht unter, nein, sie geht mit der Verbandsgemeinde Emmelshausen in der neuen Gebietskörperschaft Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein auf. Jetzt gilt es, gemeinsam dafür zu sorgen, dass es am Mittelrhein, auf den Rheinhöhen und ganz vorne im Hunsrück auch gut bleibt.“

FWVG-Fraktionssprecherin Pia-Trimpe Müller dankte Bürgermeister Thomas Bungert, den Beigeordneten, den Rats- und Ausschussmitgliedern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für die faire, gute Zusammenarbeit, die immer von einem Miteinander für die Sache getragen wurde. Die Erfahrungen der positiven Ratsarbeit können sicher im Bereich der neuen Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein eingebracht werden.

Die ehrenvolle Aufgabe des Schlusswortes oblag in diesem Jahr erneut SPD-Ratsmitglied Heinz Fischer. Als ältestes Ratsmitglied ließ er die positive Ratsarbeit im Allgemeinen, aber auch das in all den Jahren gemeinsam kommunalpolitisch Erreichte, Revue passieren. So dankte er dem Bürgermeister, den Beigeordneten, den Rats- und Ausschussmitgliedern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für die faire, harmonische und gute Zusammenarbeit auch in 2019 und wünschte allen Anwesenden ein gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und allen in den neuen Verbandsgemeinderat Hunsrück-Mittelrhein Gewählten, eine glückliche Hand bei der Bewältigung künftiger Aufgaben, im Sinne unserer Bürgerschaft. Die beiden bestehenden Verbandsgemeinden St. Goar-Oberwesel und Emmelshausen hätten im Bezug auf ihre Wirtschaftskraft und die optimale Schuldensituation beste Chancen, eine neue starke Verbandsgemeinde zu werden. Man könne sich prima ergänzen und zu einer starken und autarken neuen Verbandsgemeinde zusammenwachsen. Zum Schluss seiner Rede trug Verbandsgemeinderatsmitglied Heinz Fischer ein besinnliches, nachdenkliches Weihnachtsgedicht von Josef Werner Schmitt (Bingen) vor, das wir nebenstehend abgedruckt haben.

Verwaltungschef Thomas Bungert hatte für seine letzte Ratssitzung in diesem Gremium ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk für die Damen und Herren Beigeordneten und Ratsmandatsträger/innen, je eine in Handarbeit gefertigte Schiefertafel. Bürgermeister Thomas Bungert „Möge das in Schieferstein gravierte Wappen der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel, Sie stets an die harmonische Zeit der Zusammenarbeit in diesem Gremium erinnern.“

Bürgermeister Thomas Bungert bedankte sich nicht zuletzt herzlich beim gesamten VG-Team, für die tolle Unterstützung und geleistete Top-Arbeit in all den vergangenen Jahren.

Einen besonderen Dank richtete er an Kämmerer Norbert Klingele, für das stets große Engagement. Thomas Bungert: „Norbert Klingele ist der einzige Beschäftigte, der von Beginn an der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel bis zu ihrer kommenden Auflösung -zum 01.01.2020- die Treue gehalten habe.“

Hier, das von SPD-Fraktionssprecher Heinz Fischer in der letzten Verbandsgemeinderatssitzung des Verbandsgemeinderates St. Goar-Oberwesel vorgetragene Gedicht:

Die im Dunkeln sieht man nicht

Vor 2000 Jahren und auch heute,

gab`s und gibt es immer Leute,

die ohne Dach und ohne Heimat sind,

genau wie Gott als kleines Kind.

Sie passen in`s System nicht rein,

drum sind sie draußen und allein.

Wir haben Dach und Festgericht:

Doch die im Dunkeln sieht man nicht!

Bei Banken, Firmen der Nationen,

kommen immer mehr Fusionen.

Ständig wird rationalisiert,

Arbeitsplätze einkassiert.

Vorstände auf hohem Thron,

bau`n den „Turm von Babylon“.

Auf Hochglanz der Fusionsbericht:

Doch die im Dunkeln sieht man nicht!

Nach hohem „Dax“ steht unser Sinn,

es zählt Rendite und Gewinn.

Studieren, Börse, Wirtschaftsteil,

und seh`n in Aktien unser Heil.

Uns geht`s zu oft um`s „Jetzt und Hier“,

um`s „Gold`ne Kalb“, da tanzen wir.

Starren auf den Gewinnbericht:

Doch die im Dunkeln sieht man nicht!

In der dunklen Weihnachtszeit

Ist Gott als Licht für uns bereit.

Nur draußen Licht, reicht nicht allein,

es soll in unserem Herzen sein.

Von Jahr zu Jahr sieht man mehr:

In jeder Stadt ein Lichtermeer.

Helles Leuchten, Licht bei Licht:

Nur die im Dunklen sieht man nicht!

Verfasser: Josef Werner Schmitt  —