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Heimat Aktuell | Mitteilungsbl. der VG Simmern-Rheinböllen, Ausg. Simmern
Ausgabe 17/2021
Vereine und Verbände überregional
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Der FrauenNotruf des Rhein-Hunsrück-Kreises veröffentlicht seinen Jahresbericht 2020

Nach einem aktivitätsreichen Start, mit Veranstaltungen u.a. zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und dem großen Frauenfest, stellte die Corona-Pandemie und das Inkrafttreten des 1. Lockdowns die Arbeit des Frauennotrufs vor große Herausforderungen.

In den verunsichernden Zeiten war es uns als Fachstelle zum Thema Sexualisierte Gewalt ein wichtiges Anliegen, das Unterstützungsangebot für betroffene Frauen, Kinder und Jugendliche, sowie für Fachkräfte und Bezugspersonen aufrechtzuerhalten.

Wir haben schnell öffentlich gemacht, dass wir weiter erreichbar sind.

Wie notwendig dies war, zeigen die deutlich gestiegenen Anfragen im Jahr 2020.

1082 Personen wendeten sich an unsere beiden Einrichtungen und es fanden 2175 Gespräche statt. Zu den Gesprächen zählen auch Teamberatungen, Fach- und Informationsgespräche. Die häufigsten Themen der Beratungen waren Sexualisierte Gewalt in der Kindheit, Vergewaltigungen und Gewalt in engen sozialen Beziehungen, aber auch aktuelle Krisen Betroffener als Auswirkungen der Corona – Pandemie.

Das Jahr 2020 forderte uns pandemiebedingt heraus, gerade in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen neue Wege zu gehen.

Seit April 2020 ist die Kinderberatungsstelle von zwei Mitarbeiterinnen mit jeweils 19,5h/Woche besetzt.

Dies wurde durch eine zusätzliche Finanzierung des Landkreises Rhein-Hunsrück ermöglicht.

Neben den individuellen Beratungs- und Unterstützungsangeboten und den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie, waren sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und die Umsetzung der Istanbul Konvention wichtige Themen im Bereich der Frauennotrufs.