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Mitteilungsblatt für die Verbandsgemeinde Nahe-Glan
Ausgabe 11/2025
Verbandsgemeinde
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Nicht nur im Sommer kann der Wald brennen

Im Sommer ist zwar die Waldbrandgefahr aufgrund von Trockenheit besonders hoch, doch auch im Winter kann es bei fehlender Schneedecke zu Waldbränden kommen. Im Frühjahr steigt vor dem Austrieb des neuen Grüns die Waldbrandgefahr an und erreicht Ende April bis Anfang Mai bereits einen ersten Höhepunkt. In diesem Zeitraum kann vor allem abgestorbenes Gras aus dem Vorjahr schnell Feuer fangen.

Verlauf eines Waldbrandes

Ein Feuer im Wald beginnt immer am Waldboden. Deshalb kommt es in erster Linie darauf an, wie feucht oder trocken der Boden ist. Zuerst entzünden sich in der Regel Gras und trockener Unterwuchs. Dann kommt es zu einem Erdfeuer, das noch verhältnismäßig leicht bekämpft werden kann. Wächst sich dieses zu einem Lauffeuer aus, kann es - besonders bei Nadelholzbeständen - auf die Baumwipfel überspringen. Das kann zu einem Kronenfeuer und zu einer rasanten Ausbreitung der Flammen führen. Bis zu einem Vollfeuer ist es dann nicht mehr weit, und dieses kann so gut wie nicht mehr gelöscht werden.

Diese Gebiete sind besonders gefährdet

Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sind dichtstehende Nadelholz-Reinbestände bis zu einem Alter von 40 Jahren - darunter vor allem Kiefern - am anfälligsten für Waldbrände. Sie sind besonders trocken. Am wenigsten gefährdet sind sogenannte Altholz-Mischbestände. Die Wälder in Mitteleuropa, also auch in Deutschland, sind hauptsächlich Laubmischwälder aus Rotbuche und Stieleiche.

Der Vorteil dieser Bäume: Sie halten mehr Feuchtigkeit in Holz, Boden und Luft, weshalb diese Wälder nicht so schnell austrocknen wie reine Nadelholzwälder.

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht auf seiner Internetseite täglich den Waldbrandgefahrenindex. Dort erfahren Sie, welche Gegenden in Deutschland mehr oder weniger anfällig für die Brandgefahr sind.

https://www.wald-rlp.de/de/erleben/waldbesuch/waldbrandgefahr/

Quelle: https://www.ruv.de/wohngebaeudeversicherung/waldbrandgefahr