Titel Logo
Mitteilungsblatt für die Verbandsgemeinde Nahe-Glan
Ausgabe 16/2026
Verbandsgemeinde
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Veranstaltungen Klosterruine Disibodenberg

Öffentliche Führung durch die Klosterruine Disibodenberg am 19. April

Der Disibodenberg blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Nach einer noch unklaren keltischen und römischen Besiedlung reichen die Anfänge des klösterlichen Lebens bis in das 7. Jahrhundert: Um etwa 650 ließ sich der irisch-schottische Wandermönch Disibod mit seinem Gefolge auf dem Berg nieder und missionierte von hier aus das Naheland.

Obgleich die Anlage nach Auflösung des Klosters als Steinbruch diente, ist immer noch Beachtliches zu entdecken. Innerhalb einer romantischen Parkanlage von 1840 eröffnet sich den Besucherinnen und Besuchern eine Ruine in mystischer Stimmung.

Das Team des Disibodenbergs bietet am Sonntag, den 19. April, 14.00 bis 16.00 Uhr eine öffentliche Führung an. Die Führung ist für alle Interessierten offen, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Treffpunkt ist der Museumshof am Disibodenberger Hof.

Teilnahmebeitrag: 10 € inkl. Eintritt.

Vor dem Besuch oder im Anschluss können Gäste das Museum besuchen oder bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen den Besuch im Museumshof ausklingen lassen.

Die römische Weinkelter von Odernheim am Glan – Entdeckung, Erforschung und geplante museale Präsentation – ein Vortrag von Prof. Dr. Michael Matheus am 24. April

Im April 2024 stieß die rheinland-pfälzische Landesarchäologie (GDKE RLP) im Baugebiet „Lettweilerweg II“ in Odernheim am Glan – bei Untersuchungen zu einer vermuteten römischen Villa rustica – auf einen Befund, der zunächst als Badeanlage interpretiert wurde. Die ab Ende August ehrenamtlich durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen zeigten, dass es sich um den ersten gesicherten archäologischen Nachweis für Weinbau in der Region Nahe/Rheinhessen handelt. Michael Matheus skizziert die Entdeckungsgeschichte, erläutert die bisherige wissenschaftliche Bearbeitung und gibt Ausblick auf Pläne zur musealen Präsentation dieses kulturhistorischen Schatzes.

Prof. Dr. Michael Matheus, ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts Rom (2002–2012), forscht zu vergleichender europäischer Landesgeschichte und zur Geschichte der Weinkultur. Er war Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und leitete viele Jahre das Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz, dessen Ehrenvorsitzender er ist.

Referent: Univ.-Prof. Dr. Michael Matheus i. R.

Termin: Freitag, 24.04., 18 Uhr

Ort: Festsaal Disibodenberger Hof

Eintritt frei, Spenden sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Infos: anfrage@disibodenberg.de