So lassen sich Brände in der Natur vermeiden.
Erst vor wenigen Tagen warnte der Deutsche Wetterdienst vor einem erneuten Dürresommer. Es soll warm und extrem trocken werden. Das ist nicht nur für Mensch und Tier anstrengend. Auch die Vegetation leidet unter dem fehlenden Wasser.
Das sorgt in vielen Teilen Deutschlands zu einer hohen Brandgefahr. Oftmals reicht schon eine fahrlässig weggeworfene Zigarette, um ganze Wälder in Brand zu setzen. Dabei ließen sich Brände ganz leicht vermeiden, so der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz. Dazu gibt der Verband fünf Tipps, die Brände verhindern.
Zigaretten oder andere brennende Gegenstände auf keinen Fall in der Natur entsorgen. Auch nicht aus dem eigenen Auto - schnell kommt es zu Böschungsbränden an der Straße.
Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen niemals auf trockene Felder oder Wiesen stellen! Die Temperatur kann bereits ausreichen, um einen Brand zu entfachen.
Rauchverbote in Wäldern sollten ernst genommen werden.
Grillfeuer dürfen nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen angezündet werden.
Brände und Rauchentwicklungen sollten unmittelbar über die europaweite Notrufnummer 112 gemeldet werden. Entstehungsbrände können eigenständig gelöscht werden, sofern man sich dadurch nicht in Gefahr begibt.
Diese Tipps scheinen banal zu sein, würden jedoch eine Vielzahl an Bränden vermeiden. So kommt es immer wieder zu Bränden in den Sommermonaten, da Zigaretten weggeworfen oder Grillfeuer unbeaufsichtigt gelassen wurden.
Erhöhte Waldbrandgefahr. Der Kreisfeuerwehrinspekteur gibt Tipps!
Bad Kreuznach - Eine achtlos weggeworfene Zigarette, Funkenflug beim Grillfeuer oder auch heiße Abgase: Insbesondere bei anhaltender Trockenheit entzündet sich ausgedörrte Vegetation rasch und ein weitläufiger Wald- und Flächenbrand kann die Folge sein. Wind oder zugefächelte Luft kann zudem als Brandbeschleuniger wirken.
Wie auch in den vergangenen beiden Jahren erwartet der Deutsche Wetterdienst für das Jahr 2020 eine vergleichsweise geringe Niederschlagsmenge und über die Sommermonate hinweg dauerhaft hohe Temperaturen. Schon jetzt steht der aktuelle Waldbrandgefahrenindex für den Landkreis Bad Kreuznach zwischen drei und vier von insgesamt fünf Indexstufen.
Bedingt durch die aktuelle Beschränkung des öffentlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie suchen viele Bürgerinnen und Bürger in der Abgeschiedenheit und Ruhe des Waldes die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen. Je mehr Menschen sich bei anhaltender Trockenheit jedoch im Wald aufhalten, desto höher ist die Gefahr, dass durch unachtsames oder falsches Verhalten Waldbrände ausgelöst werden.
Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz (LFV RLP) legt daher allen Waldbesucherinnen und -besuchern folgende Verhaltensregeln nahe:
Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe entzünden.
Lassen Sie keine Glasflaschen oder Glasscherben im Wald liegen (Brennglaseffekt).
Keine brennenden oder glimmenden Gegenstände (z.B. Zigarettenkippen) wegwerfen. Insbesondere nicht aus dem fahrenden Fahrzeug (Böschungsbrände).
In Rheinland-Pfalz gilt ganzjährig ein allgemeines Rauchverbot in Waldgebieten.
Kraftfahrzeuge nicht über trockenem Gras abstellen. Die heißen Katalysator- und Auspuffanlagen könnten dies leicht entzünden.
Parken Sie stets so, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge nicht behindert werden.
Grillen nur auf ausgewiesenen Grillplätzen - sofern die derzeitigen Maßnahmen der Kontakteinschränkung Grillen in der Öffentlichkeit zulassen.
Bitte beachten Sie weitergehende örtliche Beschränkungen durch entsprechende ordnungsbehördliche Verordnungen.
Waldbesitzer sollten Reisig und Restholz bei Waldbrandgefahr nicht verbrennen, sondern abtransportieren, häckseln oder einen Witterungsumschwung abwarten.
„Hat sich aller Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz ein Wald- oder Flächenbrand entwickelt, sofort bei der Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 anrufen!“, so der Appell des Kreisfeuerwehrinspekteurs, Werner Hofmann. Je genauer sodann die Standortangabe ist, desto schneller treffen die Einsatzkräfte vor Ort ein