Titel Logo
Mitteilungsblatt für die Verbandsgemeinde Nahe-Glan
Ausgabe 22/2024
Verbandsgemeinde
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Eichenprozessionsspinner

Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich für den Menschen? Der Eichenprozessionsspinner-Schmetterling ist für den Menschen nicht gefährlich. Anders sieht es bei der Eichenspinner-Raupe aus. Denn auf deren Hinterteil befinden sich sogenannte Brennhaare. Und genau dort lauert die Gefahr. Denn diese Brennhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das die Raupe vor Fressfeinden wie Vögeln schützen soll. Beim Menschen kann das Gift eine (pseudo-)allergische Reaktion unter anderem mit einem charakteristischen Hautausschlag und starkem Juckreiz hervorrufen.

Gut zu wissen: Die gefährlichen Brennhaare werden ab dem 3. Larvenstadium etwa Mitte Mai gebildet. Die voll entwickelte Raupe (Ende Juni) verfügt über rund eine halbe Million (!) dieser Brennhaare.

Problematisch dabei: Die Brennhaare brechen z. B. durch die Raupenbewegung leicht ab und werden dann insbesondere bei trocken-warmer Witterung mit dem Wind über weite Strecken durch die Luft getragen. Auch Brennhaare in verlassenen Gespinstnestern, im Unterholz oder am Bodenbewuchs in der Umgebung können für den Menschen noch bis zu zehn Jahre gefährlich sein! Hinzu kommt, dass auch Haustiere nach einem Spaziergang im Grünen die Brennhaare verschleppen und sogar mit nach Hause bringen können.

Was sollten Sie gegen den Eichenprozessionsspinner tun?

Entdecken Sie ein Gespinstnest, sollten Sie sich umgehend von dem Baum entfernen. Nach einem Aufenthalt in Befallsgebieten empfehlen die Expert*innen zu duschen, die Kleidung zu wechseln und zu waschen. Treten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen allergische Reaktionen auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Symptome können mit kortisonhaltigen Salben oder Antihistaminika abgemildert werden. Als nächsten Schritt: Melden Sie bitte Ihre Beobachtung in den Wäldern dem zuständigen Forstamt oder bei Befall außerhalb des Waldes der Kommune!

Tipps zum Schutz gegen den Eichenprozessionspinner

Schon bei Verdacht eines Gifthaarkontakts können folgende Maßnahmen helfen:

  • Kleidung umgehend im Freien (!) wechseln, Schuhe nass reinigen
  • Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen
  • Sichtbare Raupenhaare mit einem Klebstreifen entfernen
  • Gründliche Dusche mit Haarreinigung und Augenspülung mit Wasser
  • Betroffene Gegenstände – wie das Auto – waschen und saugen
  • Bei Hautreaktionen sollte der Hausarzt aufgesucht werden, bei Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren Quelle: ECARF (Europäische Stiftung für Allergieforschung)

Quelle: https://www.forstpraxis.de/was-hilft-gegen-den-eichenprozessionsspinner/