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Mitteilungsblatt für die Verbandsgemeinde Nahe-Glan
Ausgabe 28/2024
Ippenschied
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Mitteilung Ortsbürgermeister

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

alles hat ein Ende, auch die Zeit, in der ich für unser Dörfchen das Amt des Ortsbürgermeisters ausüben durfte. Acht Mal wurde ich gewählt, erstmals 1984 durch den damaligen Gemeinderat und dann in der Folge per Urwahl, stets ausgestattet mit einem stattlichen Votum. Es waren nicht weniger als 40 Jahre, und das sind sieben Jahre mehr als die Hälfte meines Lebens, in denen ich, mit der Unterstützung der jeweiligen Beigeordneten und der Gemeinderäte, mein gestecktes Ziel „dörfliche Entwicklung“ ohne jeden Zweifel erreicht habe. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg war natürlich auch die stets gute Zusammenarbeit mit unserer Verwaltung in Bad Sobernheim. Das Amt des Ortsbürgermeisters bedeutet, zu jeder Zeit für die Gemeinde einzutreten, oft zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ein wichtiger Faktor zum Erfolg ist das Zusammenwirken des Ehrenamtes und der Familie. Und das hat bei uns stets funktioniert. Dafür ein ausdrückliches Dankeschön an meine Frau und unsere Kinder, die bei meinem Amtsantritt 6 bzw. 3 Jahre jung waren. Das Amt des Ortsbürgermeisters macht überwiegend Freude, weil man vor Ort maßgeblich einiges bewegen kann. Da es aber unmöglich ist, allen Belangen gerecht zu werden, wirft es leider auch so manche Schatten, die bis in den privaten Bereich wirken.

Nach vier Jahrzehnten ist jetzt Schluss. Ich habe, im Einvernehmen mit meiner Frau, entschieden, bei den Kommunalwahlen am 9. Juni, keine Kandidatur mehr anzumelden. Mit Philipp Sendrowski hat sich ein junger Mann zur Wahl gestellt und das erforderliche Wählervotum erhalten. Ich bitte Sie, schenken Sie ihm Vertrauen und unterstützen Sie ihn, wo immer es möglich und nötig ist.

Da mein Amtsantritt schon so lange her ist, viele gar nicht (mehr) wissen oder wissen können, was im Dorf in 40 Jahren so alles passiert ist, erlaube ich mir, einige maßgebliche Investitionen in Erinnerung zu rufen: Umbau der alten Schule zu zwei Wohnungen, Sanierung des alten Rathauses, Neuverlegung Kanal- und Wasserleitung und der Straßenbau in der gesamten Ortslage, Schadensabwicklung im Gemeindewald nach „Wiebke“, Umgestaltung des Friedhofes, zweimal bereits neue Möblierung auf dem Spielplatz, Umgestaltung und Neubau der Bushaltestelle, Kauf zweier Bronzeglocken, Aufstellung des Dorferneuerungskonzeptes, Beteiligung an der Konversion Industriepark Pferdsfeld, Dorfflurvermessung und teilweise Bereinigung der Feldflur, Wirtschaftswegebau, Versorgung des Dorfes mit schnellem Internet, der Neubau des Bürgerhauses, die Ausweisung eines kleinen Baugebietes, die Beteiligung am Dorfladen am Soonwald und noch einiges mehr. Dazu kommen Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen, die fast ausschließlich in Eigenleistung erledigt wurden und dann gänzlich ohne Lohnkosten.

Bei all diesen Maßnahmen kann ich mitteilen, dass unsere Finanzen dennoch sehr geordnet sind. Die Gemeinde verfügt derzeit über einen Finanzmittelbestand von 338 000 Euro.

Ich danke allen, die mich in den vergangenen vier Jahrzehnten unterstützt haben, egal in welcher Funktion. Den künftigen Entscheidungsträgern wünsche ich eine stets gute Hand.

Herzliche Grüße
Reinhard Koch