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Mitteilungsblatt den Bereich der Verbandsgemeinde Kirner-Land
Ausgabe 42/2020
Mitteilungen anderer Behörden
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Kreisverwaltung Bad Kreuznach

Information der Kreisverwaltung Bad Kreuznach zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Schweinehaltung muss angezeigt werden

Nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) seit Anfang 2014 in verschiedenen Mitgliedstaaten der EU auftritt, ist Deutschland seit dem 10. September 2020 ebenfalls betroffen. Bei der ASP handelt es sich um eine ausschließlich für Haus- und Wildschweine hoch ansteckenden Tierseuche.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die Haltung von Schweinen wie auch aller anderen Nutztiere wie Hühner und Bienen bei der zuständigen Veterinärbehörde anzuzeigen sind. Die Anzeigepflicht beginnt bereits mit einem Schwein und gilt auch für Hängebauch- und Minischweine.

Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hat in den letzten 3 Wochen die angezeigten Schweinhalter zur Aktualisierung der Daten angeschrieben. Alle Schweinehalter, welche auf das Anschreiben noch nicht geantwortet oder dies nicht erhalten haben werden hiermit gebeten, unverzüglich Ihre Haltung von Schweinen bei der Kreisverwaltung Bad Kreuznach, Amt Veterinärwesen und Landwirtschaft, schriftlich unter der E-Mailadresse: vetkh@kreis-badkreuznach.de anzumelden. Nähere Informationen können unter Tel.: 0671/803-1807, eingeholt werden.

Eintragsrisiko in Hausschweinbestände vermindern

Um den Eintrag in die Hausschweinehaltungen zu verhindern, werden alle Schweinehalter auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die Vorgaben der Schweinehaltungs-hygieneverordnung, hingewiesen. Insbesondere sind alle Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Hierzu gehören u.a. eine Reinigungs- und Desinfektionsmöglichkeit für Schuhe und Stiefel an den Zugängen zu der Schweinehaltung und jegliche Kontaktverhinderung mit Wildschweinen. Hierzu zählen neben einer ausbruchsicheren Unterbringung der Schweine auch eine wildschweinesichere Lagerung von Futter, Stroh u.a..

Schweinehalter, die Ihre Tiere in Freiland- oder Auslaufhaltung halten, sollten sich darauf einstellen, dass diese ausgesetzt wird, wenn sich die Lage weiter verschärft.

Auch Jäger sind betroffen

Um einen Ausbruch bei Schwarzwild zeitnah zu entdecken, wurde vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz eine tierseuchenrechtliche Anordnung zur Durchführung eines Monitorings erlassen. Hiernach haben alle Jagdausübungsberechtigten u.a. bei jedem krank erlegtem oder verendetem Wildschwein (auch nach Autounfällen), egal welchen Gewichts, eine Blutprobe (EDTA) zu entnehmen. Weiterhin ist bei gesund erlegten Wildschweinen unter 20 kg Aufbruchgewicht ebenfalls eine Blutprobe (EDTA) zu entnehmen. Die Proben sind an das Landesuntersuchungsamt in Koblenz zur Untersuchung ein zu senden. Probenröhrchen, Begleitscheine und frei frankierte Verpackungen sind kostenfrei bei der Kreisverwaltung Bad Kreuznach, Amt Veterinärwesen und Landwirtschaft, Tel. 0671/803-1803, vetkh@kreis-badkreuznach.de, erhältlich.