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Mitteilungsblatt Verbandsgemeinde Rüdesheim und zugehörige Ortsgemeinden
Ausgabe 32/2026
Amtliche Bekanntmachungen und Mitteilungen anderer Behörden
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„Bemerkenswerte Gemeinschaftsleistung"

Landrätin und BKI danken für außergewöhnliche Solidarität beim Waldbrand Traisen

 

Rund vier Wochen sind vergangen, seit der Waldbrand am Rotenfels bei Traisen die Region in Atem gehalten hat. Zeit für ein aufrichtiges Dankeschön: Landrätin Bettina Dickes (CDU) und der

Einsatzleiter Alexander Roßkopf, Brand- und Katstrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises, richten ihren herzlichen Dank an alle, die in den Tagen des Großbrandes Außergewöhnliches geleistet und damit zum Erfolg des Einsatzes beigetragen haben.

Dank an die Einsatzkräfte und Helfer

Der besondere Dank gilt zunächst den Einsatzkräften der Feuerwehren und Hilfsorganisationen, die unter schwierigen Bedingungen - Steilhang, Hitze, Kampfmittelgebiet und Nachteinsatz - besonnen, mutig und professionell gehandelt haben. Kräfte aus zahlreichen Landkreisen und Nachbarbundesländern kamen zur Unterstützung an die Einsatzstelle. Landrätin Bettina Dickes: „Diese überregionale Solidarität war keine Selbstverständlichkeit - sie war der Schlüssel zum Erfolg. Was unsere Einsatzkräfte aus dem Landkreis und weit darüber hinaus geleistet haben, verdient unseren tiefsten Respekt. Sie haben unter extremen Bedingungen Leben und Hab und Gut geschützt. Dass es uns gelungen ist, die Lage unter Kontrolle zu bringen, war eine bemerkenswerte Gemeinschaftsleitung von Haupt- und Ehrenamtlichen.“

Ebenso beeindruckend war die Haltung der Bevölkerung, bekräftigen die Landrätin und der BKI. Die rund 620 Einwohner Traisens haben die Evakuierung in der Nacht diszipliniert und besonnen mitgetragen - in einer Situation, die für viele mit großer persönlicher Belastung verbunden war. Auch die Bevölkerung rund um den Rotenfels hat die Hinweise der Behörden konsequent befolgt und damit aktiv zur Sicherheit beigetragen.

Besonders hervorzuheben ist nach Einschätzung der Verantwortlichen die spontane und unbürokratische Unterstützung durch lokale Unternehmen und Gastronomiebetriebe, die Einsatzkräfte und Betroffene mit technischem Equipment, Verpflegung, Ressourcen und Unterkünften unterstützt haben.

Ein Erfolg - mit Raum für Reflexion

Unter dem Strich war der Einsatz dank dieser breiten Unterstützung ein Erfolg. Dennoch ist allen Beteiligten bewusst: Es gibt viel nachzubereiten und zu analysieren. Jeder Einsatz dieser Größenordnung birgt Lehren, die gezogen werden müssen, um für künftige Ereignisse noch besser gerüstet zu sein. Diese Nachbereitung ist mit der gebotenen Sorgfalt bereits in vollem Gange. So wird die Kreisverwaltung Alarm- und Einsatzpläne anpassen und hat vom Kampfmittelräumdienst Karten angefordert, die für zukünftige Einsätze die Kampfmittelbelastung abbilden.

Ausdrücklich betonen Landrätin und BKI, dass sie dankbar sind für konstruktive Kritik. „Auch, wenn ich fest davon überzeugt bin, dass wir in der Lage richtig gehandelt haben, nehmen wir Kritik sehr ernst. Kritische Stimmen helfen uns, uns selbst zu hinterfragen und besser zu werden", betont Alexander Roßkopf. Die detaillierte Nachbereitung soll beim Landesübungstag am Samstag, den 26. September 2026, erfolgen. Ursprünglich sollte an diesem Tag eine kreisweite Großübung stattfinden,

die jetzt als eine großangelegte Einsatz-Reflexion gestaltet werden wird.

Ein Dankfest für alle - rund 23.000 Euro an Spenden gesammelt

Als sichtbares Zeichen der Anerkennung und Gemeinschaft ist ein großes Dankfest für alle Beteiligten geplant. Über den Kreisfeuerwehrverband wurden hierfür bereits rund 23.000 Euro an Spenden gesammelt. Nach den Sommerferien soll die konkrete Planung des Festes beginnen.

Alle Beteiligten - Einsatzkräfte, Helfer und Bürger - sind eingeladen, mitzufeiern.

Weitere Informationen zum Dankfest werden rechtzeitig bekanntgegeben.