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Mitteilungsblatt Verbandsgemeinde Rüdesheim und zugehörige Ortsgemeinden
Ausgabe 34/2018
Amtliche Bekanntmachungen und Mitteilungen anderer Behörden
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Landesamt für Steuern

Nur mal kurz das Land retten

Telefonaktion rund um die Aufgaben, Ausbildung und Studium in der Steuerverwaltung

Nach dem Motto „Nur mal kurz das Land retten“ setzen sich tagtäglich Finanzbeamte dafür ein, dass der Staat genügend Geld für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Kultur oder Polizei und Feuerwehr zur Verfügung hat. Eine Tätigkeit, die sinnvoll ist und allen in der Gesellschaft zu Gute kommt.

Welche vielfältigen Aufgaben in einem Finanzamt erledigt und welche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Steuerverwaltung angeboten werden, erläutert am Donnerstag, 06. September 2018, die Info-Hotline der rheinland-pfälzischen Finanzämter in der Zeit von 8.00 bis 17.00 Uhr: Tel. 0261/201 792 79.

Dabei werden Fragen rund um das Bewerbungsverfahren und zu den Perspektiven in der Steuerverwaltung von Mitarbeitern des Ausbildungsteams der Steuerverwaltung beantwortet.

Studium mit Gehalt und Ausbildung in nur zwei Jahren

Schüler, mit mindestens Sekundarabschluss I, können sich für die zweijährige Ausbildung zum Finanzwirt bewerben. Für Interessenten, die die Bildungsvoraussetzungen für ein Studium an einer Hochschule besitzen, besteht die Möglichkeit eines dreijährigen dualen Studiums zum Diplom-Finanzwirt (FH). Sowohl für die Ausbildung (rund 1000 € netto) als auch für das Studium (rund 1050 € netto) wird bereits ab dem ersten Tag ein Gehalt gezahlt. Die flexiblen Arbeitszeiten sowie die verschiedenen Teilzeitmodelle bieten im späteren Berufsleben eine hervorragende Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit.

Weitere Infos unter www.jobs.fin-rlp.de.

Aktuelle Veranstaltungshinweise zu Schnuppertagen und Ausbildungsmessen finden sich in Facebook

unter www.facebook.com/Finanzverwaltung.

Neuberechnung der Zumutbarkeitsgrenze bei außergewöhnlichen Belastungen

Sonderaktion der Finanzämter: Viele Rheinland-Pfälzer erhalten Post mit guten Nachrichten

Durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 19.01.2017 können mehr Aufwendungen für Krankheit und Pflege steuermindernd berücksichtigt werden. Die Grenze der zumutbaren Belastung wurde zugunsten der Steuerbürger geändert. Erst wenn diese Belastungsgrenze überschritten wird, können die Kosten die Steuerlast mindern. Alles was unter dieser Grenze liegt, ist dagegen noch im Bereich des Zumutbaren.

Beispiel: Verheiratete Eheleute mit zwei minderjährigen Kindern haben einen Gesamtbetrag der Einkünfte (bei Arbeitnehmern ist das in der Regel der Bruttoarbeitslohn abzüglich Werbungskosten wie Fahrtkosten und Arbeitsmittel) von 41.500 Euro.

Die Zumutbarkeitsgrenze betrug bisher 1.245 Euro. Nach der neuen Berechnung liegt sie bei 1.091 Euro.

Bei selbst getragenen Krankheitskosten (Arztrechnungen nach Abzug von Erstattungen, plus Fahrtkosten) von 3.000 Euro machen sich nun 1.909 Euro steuerlich bemerkbar (bisher nur 1.755 Euro).

Die konkrete Höhe der Steuerminderung ist vom jeweiligen Einzelfall abhängig.

300.000 Steuerbescheide werden zugunsten der Bürger geprüft

Bis Ende September 2018 werden rund 300.000 zuvor ergangene Einkommensteuerbescheide zugunsten der Steuerbürger überprüft. Aufgegriffen werden dabei alle Fälle, bei denen in den Steuererklärungen der Vorjahre außergewöhnliche Belastungen (insbesondere Krankheits- und Pflegeaufwendungen) erklärt wurden, die zumutbare Belastung jedoch noch nach den alten Grenzen berechnet wurde.

Verfahrensrechtliche Voraussetzung für eine Änderung ist jedoch, dass der Bescheid mit dem seit Ende August 2013 versehenen Vorläufigkeitsvermerk zur Frage der Verfassungsmäßigkeit einer zumutbaren Belastung bei Krankheits- und Pflegeaufwendungen bekanntgegeben wurde.