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Mitteilungsblatt für die Gemeinde Hünfelden
Ausgabe 2/2026
Aus dem Rathaus
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Jahresrückblick des „Arbeitskreis Spuren Jüdischen Lebens in Hünfelden“

Rundgang zu jüdischer Geschichte in Mensfelden am 09. März (Copyright: Berlin&Cramer)

Lynette Polatin (vorne links), Nachfahrin der Dauborner Familie Buchheim, bei der Stolpersteinverlegung am 01. April

Lehrerin Patricia Birkenfeld (1. v.r.) mit Schülerinnen und Schülern der Freiherr-vom-Stein Schule bei der Stolpersteinverlegung in Kirberg am 27. Mai

Jahresrückblick

Der „Arbeitskreis Spuren Jüdischen Lebens in Hünfelden“ blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Im Frühjahr verlegten wir insgesamt 22 neue Stolpersteine in Mensfelden, Dauborn und Kirberg. Zu den Verlegungen, die immer von Schülerinnen und Schülern der Freiherr-vom-Stein Schule mitgestaltet wurden, waren Nachfahren aus Deutschland, Israel, den USA und Großbritannien angereist. Die Begegnungen und der Austausch waren für alle Beteiligten immer herzlich und werden uns und alle anderen Teilnehmenden sicher noch lange begleiten. Besonders bewegend war, dass Doris Kalish (Jg. 1930), Überlebende der Kirberger Familie Löwenstein, bei der dortigen Verlegung live aus den USA zugeschaltet war.

Neben den Stolpersteinverlegungen organisierten wir ein vielfältiges Rahmenprogramm. An einem Ortsrundgang zu jüdischer Geschichte in Mensfelden Mitte März nahmen rund 150 Interessierte teil. Ende März trafen Schülerinnen und Schüler der Dauborner Schule auf Lynette Polatin, die Nachfahrin der Dauborner Familie Buchheim. Im Mai fand ein Gesprächsabend mit Christine Beller, einer Nachfahrin der Heringer/Kirberger Familie Löwenstein und Mitglied des Arbeitskreises, statt. Für unsere Veranstaltungen konnten wir dank der seit Jahren bestehenden engen Kooperation mit dem einst & jetzt e.V. Projektgelder einwerben. Die Veranstaltung wurden vom Bundeprogramm „Demokratie Leben“ und der Renate Strömbach-Stiftung finanziell unterstützt.

Die Feierlichkeiten zum Mensfelder Dorfjubiläum nahmen wir als Anlass sechs Ausstellungstafeln zu erarbeiten, die wir zum „Tag der offenen Höfe“ am 22. Juni erstmals öffentlich präsentierten. Diese Ausstellung wollen wir in Zukunft Schritt für Schritt erweitern.

Leider gab es nicht nur Erfreuliches: Im März verstarb plötzlich unser langjähriges Mitglied Hans Gerhard Beier (Pfarrer i.R.), der unsere Treffen immer bereicherte. In seiner Zeit als Pfarrer in Mensfelden hatte er vieles zur jüdischen Ortsgeschichte erfahren.

Wir bedanken uns bei allen Engagierten und Unterstützern. Interessierte an der Mitarbeit im Arbeitskreis sind immer herzlich willkommen und können sich gerne unter buergermeisterin@huenfelden.de melden.