Pünktlich um 9:30 Uhr am Samstag, zum Übungsdienst der Kinderfeuerwehr Dauborn, scheinen alle Melder der Freiwilligen Feuerwehr Dauborn ausgefallen zu sein. Einzig der stellvertretende Wehrführer Daniel Wagner, Zugführer des Katastrophenschutz Christoph Spang, Helfer Jens Huesmann, Phillip Jansen, Sascha Keller, der Kinderfeuerwehrleiter Jörn Weise und 6 Kinder aus der Kinderfeuerwehr haben die Gefahr gerochen. Ein Vegetationsbrand rund um das Gerätehaus in Dauborn. Perfekt für die Kinderfeuerwehr, um unter prüfendem Blick ihre Löschkenntnisse unter Beweis zu stellen. Doch „Oh Schreck“, alle Hydranten in unmittelbarer Nähe funktionieren nicht mehr. Gut, dass der stellvertretende Wehrführer 550 Liter Wasser zum Gießen in einen größeren Behälter gefüllt hatte. Also schnell eine Löschkette gebildet und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dauborn einmal gezeigt, wie man richtig das benötigte Löschwasser in den nächsten Löschbehälter befördert. Zwar zeigten auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Dauborn ein ähnliches Bild, jedoch waren die Kinder beim Umfüllen einfach deutlich schneller. Wahrscheinlich lag es auch einfach daran, dass unsere Einsatzkräfte nur einen Eimer für ihre Löschkette gefunden haben oder nicht zuletzt, weil sie dummerweise über Material stolperten oder Wasser verschütteten.
Die Löschkette der Kinderfeuerwehr gegen die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr
Jetzt die nächste Station! Die Flammen auf der ausgetrockneten Grünfläche mussten gelöscht werden. Einziges Einsatzmittel: die Kübelspritze, die sehr stiefmütterchenhaft von den Einsatzkräften genutzt wird. Wasser aus den Löschwasserbehältern umgefüllt und „Wasser Marsch“ zur Brandbekämpfung der umliegenden Vegetation. Jeweils in zwei Trupps zeigten die Kinder unseren Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Dauborn großes Geschick. In den kurzen Pausen zwischen den Löscheinsätzen erklärte der Zugführer Christoph Spang den Kindern, woher das Löschen mit Eimern und Löschkette historisch kommt. Einige Kinder konnten sich das schon gar nicht mehr vorstellen.
Flächenbrand gelöscht und Material, nach einer kurzen Trinkpause, wieder verstaut, musste die Kinderfeuerwehr die neuen Einsatzfahrzeuge noch in Richtung Gerätehaus bewegen. Zum Leidwesen der Kinder und unseres ehemaligen Wehrführers Diethard Hofmann hat die Gemeinde die neuen Einsatzfahrzeuge nicht offiziell in Dienst gestellt, weswegen wir diese nur zur Übung nutzen können. Auch hier mussten zwei konkurrierende Trupps zeigen, wie gut sie die Fahrzeuge ins Ziel manövrieren können.
Die Kinderfeuerwehr Dauborn weist die erfahrenen Einsatzkräfte in die Nutzung der Kübelspritze ein
Einige Unfälle und spektakuläre Sprünge blieben an der Stelle nicht aus. Nicht zuletzt, weil wahrscheinlich die typische Ladung der Fahrzeuge anscheinend nicht auf den Fahrzeugen vorhanden war. Es zeigte sich aber, dass gerade die Kinder aus der Kinderfeuerwehr Dauborn großen Einfallsreichtum und Geschick vorweisen konnten.
Kritischer Blick der Kinderfeuerwehr - können stellvertretender Wehrführer und Zugführer beim Üben mit den Fahrzeugen überzeugen?
Letztlich mussten dann auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Dauborn zeigen, ob sie sicher mit den Fahrzeugen umgehen können. Gerade so haben alle anwesenden Einsatzkräfte das „OKAY“ der Kinderfeuerwehr bekommen! Großes Lob für unsere „Großen“.
Ihr Kind ist zwischen 6 - 10 Jahren alt, will nicht nur Blaulichtfahrzeuge aus der Ferne beobachten und hat Spaß an Aktivitäten draußen und drin? Dann komm zu Kinderfeuerwehr Dauborn! Mehr Infos über die E-Mailadresse „kfw-dauborn@feuerwehr-huenfelden.de".