"Die Kirche betrachtet den gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang. Er soll in der Liturgie den ersten Platz einnehmen". So sagt es das II. Vatikanische Konzil.
Seine regelmäßige Pflege findet er hierzulande leider nur noch selten, wenn überhaupt. Anders am Passionssonntag in Offheim. In lateinischer Sprache erklangen die kunstvollen altehrwürdigen gregorianischen Gesänge in den Morgenstunden des Fastensonntages während der Eucharistiefeier im zeitgemäß gestalteten Ambiente der katholischen Kirche "St. Servatius" Offheim. Interessierte Besucher waren gekommen. Die musikalische Gestaltung hatte die Choralschola aus Offheim unter der Leitung von Frank Sittel, der auch die Orgel spielte, übernommen. Zelebrant war Pfarrer Dr. Andrzey Majewski (Limburg).
Es war sehr schön zu erleben, dass mit der liturgischen Feier des Choralamtes der begleitende Wortgottesdienst für die Kinder in der Pfarrgemeinde einherging, und die nach ihrem feierlichen Einzug in das Gotteshaus den altehrwürdigen Gesängen aufmerksam lauschten. Tradition und Moderne: „Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen. Es hat sich vielmehr darum bemüht, dafür zu sorgen, dass derselbe Glaube im Heute weiter gelebt werde, daß er in einer sich verändernden Welt weiterhin ein gelebter Glaube sei“, so einst Papst Benedikt XVI.