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Domstadt - Heimat- und Bürgerzeitung für die Stadt Limburg
Ausgabe 22/2020
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Vertriebene gedenken des Hl. Nepomuk

Am Sonntag kam nur eine kleine Gruppe zu Ehren des Brückenheiligen St. Nepomuk in Limburg zusammen. Darunter konnte Weihbischof em. Gerhard Pieschl vom BdV-Vorsitzenden Albrecht Kauschat mit Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland und Schlesien begrüßt werden.

Der frühere Vertriebenenbischof würdigte den Hl. Johannes aus Pomuk im Böhmerwald als Opfer der Macht des böhmischen Königs Wenzel IV. Als treuer Generalvikar des Erzbischofs am Prager Veitsdom büßte er für seine Verschwiegenheit über Beichtgeheimnisse und wurde von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau gestürzt und ertrank. So wurde er nicht nur Brückenheiliger sondern auch Patron der Müller, Schiffer sowie der Beichtväter und aller Priester.

Weihbischof em. Pieschl hob auch die Rolle als Brückenbauer zwischen den Völkern der Tschechen, Polen und den Deutschen aus dem Sudetenland und Schlesien, aber auch um Limburg.

Er wies auf den Gegensatz hin, dass der Heilige Nepomuk schweigen musste, aber die Heimatvertriebenen seien zum Reden verpflichtet. Ihr Schicksal müsse im Gedächtnis der Völker erhalten bleiben. Auch die Kirche müsse wieder mehr Aufmerksamkeit ihren treuen Gläubigen mit ihrer bitteren Vertreibungsgeschichte aufbringen.

Albrecht Kauschat wies auf die Bedeutung der alten Lahnbrücke für die Stadtgeschichte Limburgs hin.

Der BdV-Vorsitzende erinnerte an den Waffenstillstand vom 8. Mai 1945.