Dem Heiligen Benedikt von Nursia, dem Vater des abendländischen Mönchtums, dem Schutzpatron Europas, wurde in den Vormittagsstunden des vergangenen Samstags während einer festlichen Eucharistiefeier unter anderem in der St. Anna-Kirche zu Limburg gedacht.
Die Liturgie am Fest dieses Heiligen wurde von Pallottinerpater Bernhard Küpper (Zelebrant/Kantor) und Frank Sittel (Orgel) musikalisch gestaltet. Zum Proprium und Ordinarium der Heiligen Messe erklangen gregorianischer Choral und Gemeindegesänge.
Benedikt wurde um 480 zu Nursia in Umbrien geboren, lebte nach dem Studium in Rom zunächst in einer Asketengemeinschaft, dann als Einsiedler, sammelte später Mönche um sich, mit denen er 529 nach Montecassino übersiedelte. Dort verfasste er seine Klosterregel, die zur Grundlage des abendländischen Mönchtums wurde. Der Orden der Benediktiner mit seinen zahlreichen Nebenzweigen geht auf ihn zurück. Benedikt starb im März des Jahres 547 auf Montecassino, wo er auch begraben wurde.
In seiner Publikation „Der unendliche Faden“ - „Reise zu den Benediktinern, den Erbauern Europas“ - schreibt der italienische Schriftsteller Paolo Rumiz (*1947): „Europa sei über Jahrhunderte geprägt von Invasionen und Migrationswellen. Es müsse aber ein Raum der Gastlichkeit bleiben. Ein Raum, der auf ein menschenwürdiges Wirtschaften und der Hände Arbeit baut, auf die Freude an der Gemeinschaft, den Respekt gegenüber Natur und vor allem auf Barmherzigkeit.“