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Domstadt - Heimat- und Bürgerzeitung für die Stadt Limburg
Ausgabe 31/2026
Stadt Limburg
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Räume der Ruhe und Stille

Kapelle mit Taufstein in der Limburger Pallottinerkirche

 

Kirchen sprechen durch ihre Bauweise. Romanische Kirchen vermitteln Schutz und Geborgenheit. Gotische Pfeiler streben zum Himmel. Sie weisen nach oben und lassen Licht und Weite herein. Kirchen modernen Stils nehmen oft Formen des Alltags auf, um zu zeigen: Liturgische Feier, Glaube und Leben gehören zusammen. Manche bilden eine Oase der Stille in einer lauten Umwelt.

Gottes Gegenwart ist nicht auf den Raum der Kirche beschränkt. Er lädt jedoch dazu ein, besonders mit Gottes Nähe zu rechnen. Bei vielen ist es eine gute Gewohnheit, in der Ruhe und Stille einer Kirche zu beten oder zu meditieren. Andere kommen, um ihre Not zu klagen, Gott zu danken oder der ihr eigenen Musik, dem Gregorianischen Choral, dem Gesang einer Schola oder dem Spiel des Organisten zu lauschen.

Der Altar zieht den Blick auf sich. An ihm orientiert sich alles. Ex oriente lux - aus dem Osten kommt das Licht. Der Altar erinnert an das, wofür man Gott loben und danken kann. Das Kreuz am Altar ist das Erkennungszeichen der Christenheit. Es erinnert daran, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, für uns gestorben ist. Das Kreuz verweist auf die Auferstehung. Der Tod hat Jesus Christus nicht halten können.

Im Haus Gottes, in der Kirche, kann man seine Sorgen oder Unruhen, eine Bitte oder Dank zurücklassen und kann etwas mit hinausnehmen: ein Wort, einen Eindruck, einen Gedanken, den Gesang des Kantors, eines Ensembles oder die Musik der Orgel.

Wer sich der Gegenwart Gottes aussetzt, bleibt nicht unverändert. Eine Kirche bietet dem Besucher einen Raum der Ruhe, der Stille. Er hat eine besondere Atmosphäre. Sie bietet Schutz gegen Lärm und Unruhe. Stille und Ruhe in einer Kirche sollten niemals zur Diskussion stehen.