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Domstadt - Heimat- und Bürgerzeitung für die Stadt Limburg
Ausgabe 32/2022
Stadt Limburg
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Interessantes "Emporen-Gespräch" mit Michael Troost in der Pallottinerkirche

Immer wieder taucht die Frage auf, warum so viele Besucher liturgischer Feiern und geistlicher Konzerte in Verwirrung geraten, wenn sie mit zeitgenössischer Musik - in diesem Fall vor allem mit der Orgelmusik der Moderne und Avantgarde konfrontiert werden. Mit Gleichmut scheinen sie sich der Vorstellung zu unterwerfen, dass das Musikschaffen der Komponisten unserer Tage nicht für sie gedacht sei.

Beim ersten "Emporen-Gespräch" mit Michael Troost, Organist an der Pallottinerkirche "St. Marien" Limburg, gab es zu diesem Thema Fragen, Antworten und Diskussionen. Gemeinsam hatten Pfarrgemeinde und Gesellschaft Tavola d'arte Limburg dazu eingeladen. Stilelemente und Intentionen der Orgelmusik im 20. Jahrhundert, aufgezeigt an ausgewählten Orgelwerken der Komponisten Denis Bedard (*1950), Jean Langlais (1907-1991) und Hermann Schroeder (1904-1984), erläuterte der ehemalige Musikpädagoge an der Limburger Marienschule, Michael Troost, beispielhaft den Besuchern.

Es herrschte Einigkeit darüber, dass Künstler im großen und ganzen ernst zu nehmende Leute sind - es sei nicht ihre Absicht, den Kunstfreund und Gottesdienstbesucher zum Narren zu halten. Das setzte aber bei der Geistlichkeit und den Besuchern der liturgischen Feiern und Konzerte geistige Aufgeschlossenheit, Bereitwilligkeit und ein "a priori"-Vertrauen in die schöpferische Arbeit des Künstlers voraus. Der Schlüssel zum Verständnis zeitgenössicher Musik finde sich im mehrfachen und wiederholten Hören.

Dem Referenten wie den Besuchern dankte Kirchenmusiker Frank Sittel (Limburg) namens der Veranstalter mit einem herzlichen Dankeschön. Die "Emporen-Gespräche" zu kirchenmusikalischen Themen werden ihre Fortsetzung in der Klosterkirche finden.