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âIm Gregorianischen Choral verbindet sich das Religiöse mit dem von der Religion unabhängigen Bedürfnis des Menschen nach Ãsthetik und begründeter Gelassenheit, nach In-sich-Ruhen und Getragensein, was ja nicht im Widerspruch zu aktivem und schöpferischem Leben stehtâ, so Rudolf Bauer in seiner Publikation âGregorianik â Faszination der Entschleunigungâ.
Leider kommt der Gregorianische Choral â der eigentliche Gesang der Heiligen Liturgie â während vieler Gottesdienste zu kurz.
Vor allem der Introitus und die Sequenz an den Hochfesten der Kirche sind inzwischen vielfach verlorengegangene Edelsteine.
In der Kirche der Gemeinschaft der Limburger Pallottiner sind sie während der Feiern der Eucharistie und der Vespern an Hochfesten, Festen und anderer Zeiten des Kirchenjahres regelmäÃig von der Choralschola und dem gemischtstimmigen Ensemble des Missionshauses der Pallottiner unter der Leitung von Wolfgang Haberstock zu vernehmen.
Der Gregorianische Choral ist eine der ältesten Formen der Meditation. Unter Einbezug der Singstimme und des geoffenbarten Wortes Gottes vermag er in besonderer Intention die geistigen, leiblichen und emotionalen Kräfte des Menschen zu wecken. Sein Ausgangspunkt ist die gesungene Verkündigung in der Liturgie, sein Ziel die Versenkung in dieses Wort. Aufgrund der Schönheit und Ausdruckskraft seiner ganz aus der Sprache erblühenden Melodien gilt dieser Gesang als vollendete Ausprägung der Musik des Abendlandes.
Ensemble des Missionshauses der Limburger Pallottiner unter der Leitung von Wolfgang Haberstock. â Foto: Petra Krah