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Domstadt - Heimat- und Bürgerzeitung für die Stadt Limburg
Ausgabe 35/2026
Stadt Limburg
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Behelfsbrücke "schwebt" in Staffel ein

Am Donnerstag, 20. August, ist die Behelfsbrücke über die Lahn in Staffel eingehoben worden. Die drei Teilelemente verfügen über ein Gesamtgewicht von 180 Tonnen.

„Damit ist ein weiterer Meilenstein im Zuge des Neubaus der Lahnbrücke in Staffel geschafft. Die Brückenteile werden nun händisch fixiert und montiert“, teilt der Landkreis, unter dessen Regie der Neubau der Staffeler Lahnbrücke stattfindet, mit. Der eingesetzte 650-Tonnen-Spezialkran ist einer von nur zwei Exemplaren seiner Art in ganz Deutschland. Er war in mehreren Teilen nachts als Schwertransport angeliefert und am Lahnufer auf einer besonderen Bodenplatte innerhalb von mehreren Stunden aufgebaut worden.

Vom 07. September an soll dank dieser Behelfsbrücke wieder eine Lahnüberquerung möglich sein.

Landrat Michael Köberle war persönlich vor Ort, um sich diese Maßnahme anzusehen. Die ausführenden Firmen der Bietergemeinschaft Fritz Meyer GmbH aus Altenkirchen, Günter Alsdorf GmbH & Co. KG aus Neuwied und AWR Abbruch GmbH aus Mülheim-Kärlich sowie die Planungsbüros Ruffert, Kohns & Göbel, artec und Kraus vollziehen den Ersatzneubau der Lahnbrücke Staffel. Der Neubau ist aufgrund des Zustands der Lahnbrücke zwingend erforderlich.

„Wir planen den Ersatzneubau der Staffeler Lahnbrücke im Zuge der Kreisstraße 470 an annähernd gleicher Stelle mit einer bauzeitlichen Behelfsbrücke. Vom Ablauf her wird nun zunächst die Behelfsbrücke gebaut, danach die Bestandsbrücke abgerissen und schließlich der Ersatzneubau mit einem vier Meter breiten Geh- und Radweg erstellt“, erläutert Landrat Köberle. Auch die Fahrbahn für Autos wird im Vergleich zum alten Bauwerk verbreitert. Die Inbetriebnahme des Ersatzneubaus ist für Frühjahr 2028 geplant, der Rückbau der Behelfsbrücke bis Spätsommer 2028.

Baulastträger für das Brückenbauwerk ist der Landkreis Limburg-Weilburg, für den Kreuzungsbereich und den Radweg die Stadt Limburg. Die Behelfsbrücke kann vom Fahrzeugverkehr in beiden Richtungen ohne Signalanlage wie die Bestandsbrücke genutzt werden. Der Fußgängerverkehr wird ebenfalls über die Behelfsbrücke geleitet. Für den Neubau wird es keine Tonnagebeschränkung geben, sodass die neue Brücke für die Lasten des heutigen Straßenverkehrs ausgelegt sein wird. Die Baukosten für dieses Projekt belaufen sich auf 11,5 Millionen Euro, das Land Hessen fördert die Maßnahme mit 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Eine nach den Planungen weitere siebentägige Vollsperrung ist für den kommenden Winter vorgesehen, wenn die alte Brücke abgerissen wird.