Vokalensemble unter der Leitung von Wolfgang Haberstock während einer geistlichen Musik in der katholischen Kirche in Linter.
Bei einer kürzlichen Generalaudienz hat Papst Leo XIV. über die Bedeutung der Musik in der Liturgie gesprochen.
„In der Liturgie bedeutet Singen und Musizieren, zu beten, das eigene Herz mit dem der Schwestern und Brüder und mit Gott in Einklang zu bringen und sich aktiv am gefeierten Geheimnis zu beteiligen. Musik ist nämlich Teil der liturgischen Handlung und nicht bloß Dekoration der Feier.“
Ausdrücklich mahnte Papst Leo, „dass der Gesang auf allen Ebenen dem entsprechen muss, was für den jeweiligen Moment der Feier am angemessensten ist. Auch die Form, insbesondere in ihrer melodischen Gestaltung, muss zugleich edel und einfach, musikalisch hochwertig und leicht ausführbar sein - vor allem dann, wenn sie von der gesamten Gemeinde gesungen werden soll.“
„Aus demselben Grund empfiehlt das Konzil, dass auch die Texte geeignet, tiefgründig und zugleich leicht verständlich sein sollen; sie sollen sich vor allem an der Heiligen Schrift, den liturgischen Büchern und der geistlichen Tradition der Kirche orientieren“, erinnerte der Papst. Im Verlauf der Generalaudienz sprach Leo XIV. das Thema der aktiven Teilnahme der Gläubigen am Gottesdienst an, was sich auch durch den Gesang ausdrücke.
Einerseits solle laut Konzil der gregorianische Choral gefördert werden, andererseits liege „der konziliaren Erneuerung“ das Thema Inkulturation „besonders am Herzen“, auch in Sachen Musik: „Im Blick auf die musikalischen Traditionen der verschiedenen Kulturen wird insbesondere betont, wie wichtig es ist, diese ernst zu nehmen, da sie Teil des religiösen und gesellschaftlichen Lebens der Menschen sind.“