Die Pallottinerkirche „St. Marien“ Limburg.
Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist einer der größten Mystiker, die je unter den Menschen aufgestanden sind. Er hat den inneren Frieden gefunden. Seine Seele ist still geworden in dem unendlichen Geiste Gottes. "Wer vermochte", so der große Theologe, Arzt und Musiker, Albert Schweitzer (1875-1965), "jemals zu ergründen, wie es möglich ist, dass diese Musik unsere Seelen so friedvoll und still macht.
Da muss jede Analyse halt machen, aber erfahren wird es jeder, der sie nicht nur mit dem Ohr, sondern auch mit der Seele hört, dass er hier auf heiligem Boden wandelt und in Bach einen Freund und Tröster besitzt, der ihm hilft zu überwinden und den Weg zum Frieden zu finden."
Teile aus den vier authentischen Flötensonaten e-Moll von Johann Sebastian Bach waren während des Propriums der feierlichen Eucharistiefeier (Konventamt) am Jahrestag des Festes der Weihe der Limburger Pallottinerkirche von Dr. Friedemann Hedrich (Querflöte) und Frank Sittel (Orgel) zu vernehmen. Sie vermittelten das, was man von einer liturgischen Feier erwartet: Ruhe, Stille und Würde - oder wie sich eine regelmäßige Gottesdienstbesucherin aus dem Goldenen Grund schriftlich äußerte: "Das Konventamt zum Kirchweihfest in der Klosterkirche war besonders eindrucksvoll, die Feier der Heiligen Messe bewegend, und so wunderbar das Musizieren von Querflöte und Orgel."
Um es mit Papst Leo XIV. - wie kürzlich geschehen - auszudrücken: "In der Liturgie bedeutet Singen und Musizieren, zu beten, das eigene Herz mit dem der Schwestern und Brüder und mit Gott in Einklang zu bringen und sich aktiv am gefeierten Geheimnis zu beteiligen. Musik ist nämlich Teil der liturgischen Handlung und nicht bloß Dekoration der Feier."