Mit modernen Verfahren wie der Pulsed-Field-Ablation können Herzrhythmusstörungen heute präzise und besonders schonend behandelt werden.
Vorhofflimmern gehört zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Allein in der Region Limburg-Weilburg sind Tausende betroffen. Im St. Vincenz Gesundheits-Verbund ist mit der Pulsed-Field Ablation (PFA) eine zusätzliche neue Behandlungsmethode im Einsatz. Die Pulsed-Field Ablation arbeitet mit elektrischen Impulsen und gilt im Vergleich zu anderen Methoden als besonders schonend.
„Beim Vorhofflimmern entstehen unkontrollierte elektrische Impulse in den Vorhöfen. Ziel der Behandlung ist es, das Herzgewebe, von dem die störenden Erregungen ausgehen, zu veröden“, erklärt Dr. Andreas Klisch, Sektionsleitung der Elektrophysiologie. „Bisherige Verfahren arbeiten mit Hitze oder Kälte. Die Pulsed-Field Ablation setzt dagegen auf elektrische Felder, die sehr präzise wirken, das Gewebe kaum belasten und sehr effektiv sind.“
Besonders geeignet ist das Verfahren für Menschen, bei denen erstmals eine Katheterablation wegen Vorhofflimmerns durchgeführt wird. „Je nach Art der zugrunde liegenden Herzerkrankung lassen sich heute Erfolgsraten von über 70 Prozent erreichen. Bei anderen Herzrhythmusstörungen wie z. B. typischem Vorhofflattern liegen die Erfolgsraten sogar meist bei 100 Prozent“, sagt Dr. Klisch, der seit über 25 Jahren in der Elektrophysiologie tätig ist.
Das Team der Kardiologie ist für die Behandlung von Rhythmusstörungen, strukturellen Herzerkrankungen und Durchblutungsstörungen breit aufgestellt und greift auf jahrelange Expertise sowie moderne Technik zurück. Rund 400 Ablationen sowie 400 Implantationen von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren werden derzeit jährlich im Limburger Herzkatheterlabor durchgeführt.