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"tip" Heidenroder Nachrichten
Ausgabe 10/2026
Mitteilungen aus dem Rathaus
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Neujahrsempfang der Gemeinde Heidenrod am 8. Februar 2026

Der MGV Liederlust Langschied

Bürgermeister Volker Diefenbach

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Heidenrod Reiner Holzhausen

Kreisbrandinspektor Christian Rossel

Die Teilnehmenden des Neujahrsempfangs 2026

in Heidenrod-Langschied

Der zweite Neujahrsempfang der Gemeinde Heidenrod fand in diesem Jahr im Dorfgemeinschaftshaus in Heidenrod-Langschied statt und lockte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Bürgerschaft an. Neben Vertreterinnen und Vertretern örtlicher Institutionen, der Ortsbeiräte, Schiedsgerichte und Feuerwehren, waren auch der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Sandro Zehner, sowie Bürgermeister der Nachbarkommunen, Bürgermeister der Gemeinde Heidenrod a.D., sowie Mitglied des Bundestages Klaus-Peter Willsch, Mitglied des Landtages Marius Weiß und Ehrenbürger der Gemeinde anwesend.

Ausgerichtet wurde der Neujahrsempfang unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden der Gemeindevertretung Heidenrod, Reiner Holzhausen, durch den Männergesangverein Liederlust Langschied, welchem wir an dieser Stelle einen herzlichen Dank für diesen besonderen Tag aussprechen möchten. Der Männergesangverein umrahmte die Veranstaltung neben ihren musikalischen Einlagen mit einer ausgezeichneten Bewirtung.

Im Mittelpunkt des Empfangs standen die Reden von Bürgermeister Volker Diefenbach, sowie des Vorsitzenden der Gemeindevertretung Heidenrod, Reiner Holzhausen.

In seiner Ansprache blickte Bürgermeister Diefenbach nicht nur auf die wichtigsten Projekte und Entwicklungen des vergangenen Jahres zurück, sondern setzte auch einen deutlichen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Bedeutung der Demokratie. Er betonte, dass demokratische Werte keine Selbstverständlichkeit seien und tagtäglich neu mit Leben gefüllt werden müssten. Besonders hob er hervor, wie wichtig es sei, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wählen zu gehen bedeute, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Gestaltung der eigenen Gemeinde, des Kreises, Landes und Europas mitzuwirken. Demokratie lebe vom Mitmachen - nicht vom Zuschauen.

Darüber hinaus würdigte der Bürgermeister die positive Entwicklung der Kommune. Der wirtschaftliche Erfolg, die hohe Lebensqualität und das lebendige Vereinsleben seien keine Zufälle, sondern das Ergebnis einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Er dankte ausdrücklich den Ehrenamtlichen in Ortsbeiräten, Schiedsgerichten, Feuerwehren, Vereinen, sowie den engagierten Bürgerinnen und Bürgern, den lokalen Unternehmen, den sozialen Einrichtungen und allen der Gemeinde verbundenen Partnern, die mit ihrem Einsatz zum Gemeinwohl beitragen.

Ein besonderer Dank galt auch unseren Städtepartnern, mit denen die Gemeinde seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen pflegt. Diese Partnerschaften seien ein lebendiges Zeichen für Völkerverständigung und europäischen Zusammenhalt. Der regelmäßige Austausch in den Bereichen Kultur, Bildung und Jugend stärke nicht nur die internationale Verbundenheit, sondern bringe auch neue Impulse für die eigene kommunale Entwicklung.

Abschließend unterstrich der Bürgermeister, dass die Zukunft der Gemeinde weiterhin auf Dialog, Kooperation und gegenseitigem Respekt aufbauen werde. Nur durch das gemeinsame Handeln von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen, Städtepartnern und Bürgerschaft könne die Kommune ihre erfolgreiche Entwicklung fortsetzen.

In seiner Rede stellte der Vorsitzende der Gemeindevertretung und Schirmherr des Neujahrsempfangs 2026, Reiner Holzhausen, insbesondere in den Vordergrund, dass der „Schulterschluss“ aller Kräfte aus Politik, Verwaltung, ehrenamtliche Organisationen, Vereine und Initiativen gemeinsam an einem Strang ziehen müsse, um die Zukunft der Gemeinde weiterhin erfolgreich zu gestalten. Nur durch klare gemeinsame Ziele und ein respektvolles Miteinander könne eine bleibende nachhaltige Entwicklung gelingen.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr hob er besonders die angestrebte interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hohenstein hervor. Viele Aufgaben ließen sich heute effizienter und zukunftsorientierter in Kooperation bewältigen.

Weiter nannte er als gelungenes Beispiel für ein soziales und werteorientiertes Heidenrod die Sozialstation der Gemeinde Heidenrod, welche mit 30 Beschäftigten für annähernd 150 Heidenroder Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche und wohnortnahe Versorgung sicherstelle und damit ein wichtiges soziales Fundament bilde.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war das Ehrenamt. Mit der Verleihung des Ehrenamtspreises habe die Gemeinde erneut das außergewöhnliche Engagement Heidenroder Bürgerinnen und Bürger gewürdigt. Dieses Engagement sei das Herzstück des gesellschaftlichen Lebens. Gleiches gelte für die Arbeit der Ortsbeiräte, die als Bindeglied zwischen Bürgerschaft und Politik unverzichtbar seien.

Positiv entwickelte sich auch der Bereich der Kinderbetreuung. Die Kindergärten der Gemeinde seien nicht nur baulich und organisatorisch weiterentwickelt worden, sondern stünden auch für eine qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit. Ergänzend dazu leiste der Kinder- und Jugendbeirat wertvolle Beiträge, indem er jungen Menschen eine Stimme gebe und ihre Anliegen aktiv in politische Entscheidungsprozesse einbringe.

Im wirtschaftlichen Bereich verwies der Vorsitzende auf die erfolgreiche Entwicklung der Gewerbegebiete, die neue Arbeitsplätze geschaffen und die finanzielle Basis der Gemeinde gestärkt hätten. Parallel dazu schreite der Ausbau regenerativer Energien konsequent voran - ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Der Glasfaserausbau eröffne Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen neue digitale Perspektiven und sichere die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Auch die Erweiterung des Einkaufsangebotes stärke die Attraktivität der Gemeinde als Wohn- und Lebensort.

Wichtige Investitionen seien zudem in die Sanierung und Modernisierung einiger Dorfgemeinschaftshäuser geflossen. Diese Einrichtungen seien Orte der Begegnung und damit zentrale Bausteine des gesellschaftlichen Zusammenhalts. In diesem Zusammenhang betonte Herr Holzhausen auch die Bedeutung von Wald und Natur für die Gemeinde - sowohl als ökologischer Lebensraum als auch als Erholungsgebiet. Die FSC-Zertifizierung der kommunalen Wälder unterstreiche den Anspruch auf nachhaltige Bewirtschaftung. Ebenso stehe das Engagement im Bereich Fair Trade für globale Verantwortung und bewusstes Handeln.

Der Tourismus entwickle sich erfreulich und trage zur positiven Wahrnehmung der Gemeinde über ihre Grenzen hinaus bei. Einen besonderen Dank richtete der Vorsitzende an die Freiwilligen Feuerwehren, die mit großem ehrenamtlichem Einsatz für Sicherheit sorgten. Auch die kommunalen Partnerschaften seien Ausdruck eines offenen, solidarischen Gemeinwesens und stärkten den kulturellen Austausch.

Abschließend richtete er den Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl. Er rief dazu auf, sich aktiv einzubringen und von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Zugleich machte er deutlich, dass in der Gemeinde kein Platz für Anfeindungen, Ausgrenzung oder unsachliche Auseinandersetzungen sei. Die Kommune lebe vom fairen, respektvollen und gemeinsamen Gedanken - vom Miteinander statt vom Gegeneinander. Mit diesem Appell endete seine Rede, die von den Gästen mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde.

Eine weiterer Redebeitrag kam vom Kreisbrandinspektor des Rheingau-Taunus-Kreises, Christian Rossel. Er berichtete zum Stand und zu den Zielen des Gefahrenabwehrcampus in Heidenrod-Kemel, in der ehemaligen Taunuskaserne. Noch in diesem Jahr sollen erste Teile seines Fachdienstes, dem Brand-/ Katastrophenschutz und Rettungsdienste nach Kemel umziehen.

Arbeitsplätze entstehen vor Ort, von einer Rettungswache und der Kreisfeuerwehrausbildung profitiert auch Heidenrod.

Der Neujahrsempfang bot im Anschluss an die Reden Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zum Austausch über kommende Projekte. In angenehmer Atmosphäre wurde deutlich: Der Zusammenhalt und das Engagement aller Beteiligten bilden das stabile Fundament, auf dem die Gemeinde auch im neuen Jahr aufbauen kann.