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"tip" Heidenroder Nachrichten
Ausgabe 25/2020
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Borkenkäferkatastrophe - kein Ende in Sicht

Aufgrund der Witterung und den massiven Anzeichen des Klimawandels steht unser Wald weiterhin unter massivem Stress. Hauptbetroffen ist die Baumart Fichte. Es ist zu fürchten, dass wir Fichtenbestände über 50 Jahren weitgehend komplett verlieren werden.

An den Kahlflächen und den vielen trockenen, roten Nadelbäumen ist das für „Jedermann“ augenscheinlich zu erkennen. Da durch die Katastrophe der Nadelholzmarkt mittlerweile gänzlich zusammengebrochen ist, musste das Gemeindeforstamt entscheiden wie weiter vorgegangen werden soll.

Demnach werden ab sofort nur noch frisch befallene Bäume und frischer Windwurf aufgearbeitet, da nur von diesen Bäumen eine Gefährdung noch gesunder Bäume ausgeht und verzweifelt gerettet werden soll was möglich ist.

Darüber hinaus werden im Rahmen der Verkehrssicherung Bäume gefällt von denen eine Gefahr über das waldtypische Maß (z.B. an Straßen, Wanderwegen usw.) ausgeht. Alle anderen Bäume die trocken im Wald stehen, bleiben auch stehen, werden der Natur überlassen, da der Holzerlös die anfallenden Kosten nicht deckt und es zudem teilweise auch waldbauliche Vorteile bringt.

Glücklicherweise hat der Gemeindewald Heidenrod nur einen Anteil von 20% Fichte, so dass das Waldgefüge erhalten bleibt. Unsere jahrzehntelange naturnahe Waldwirtschaft zahlt sich nun aus, da in Summe sehr stabile Strukturen vorhanden sind.

Die Aufgabe für die Zukunft wird es sein, naturnahe und klimastabile Wälder zu formen, zu pflegen und aufzuforsten. Der Aufgabe wird sich das Gemeindeforstamt stellen und Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.