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"tip" Heidenroder Nachrichten
Ausgabe 27/2026
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Gemeindewald Heidenrod mit überaus positiven Ergebnissen

Im Ausschuss für Land-, Forstwirtschaft und Umwelt konnte im Juni den Mandatsträgern seitens des Gemeindeforstbetrieb das Jahresergebnis 2025 präsentiert werden.

Der Gemeindeforst bietet einem Team von neun festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Auszubildenden bis zu Forstingenieur Arbeitsplätze, zu den noch ca. zehn dauerhaft eingesetzte Unternehmer von der Holzernte über Wegebau bis zur Spezialtechnik kommen.

Geleitet wird der Gemeindeforst von Herrn Bürgermeister Volker Diefenbach.

Im Jahr 2025 konnte ein Mitarbeiter erfolgreich die Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister ablegen und eine Mitarbeiterin ihr duales Studium abschließen.

Während die Witterung 2025 für den Wald halbwegs förderlich war, ist weiterhin aufgrund des Klimawandels mit erheblichen Vitalitätseinbußen bis hin zum Absterben ganzer Bestände. Leider auch im Laubholz umzugehen.

Diese Situation erfordert hohe Aufwendungen im Bereich Verkehrssicherung.

Es wurden 2025 auf der Fläche von 4.650 Hektar 27.290 Festmeter (Kubikmeter) Holz eingeschlagen, knapp 6.000 Festmeter davon waren Schadholz abgestorbener Bäume.

Der Holzeinschlag hat nicht nur Holzernte zum Gegenstand, sondern ist immer auch gleichzeitig Waldpflege, weil dadurch Bestände stabilisiert, wertvolle Bäume gefördert und Waldverjüngung gesteuert wird.

Die Vermarktung des Holzes über das Forst- & Holzkontor Rheingau Taunus verlief zufriedenstellend.

Das Segment Brennholz spielt dabei eine wirtschaftlich untergeordnete Rolle, ist eher als Bürgerservice zu werten.

Nach und nach soll die Bereitstellung des Brennholzes möglichst auf die Variante fertig abgelängtes Holz am LKW-Weg umgestellt werden.

37.050 junge Bäume wurden auf den Schadflächen der letzten Jahre gepflanzt. Die hohen Wildstände erfordern dafür leider immer noch einen Zaunschutz, da die jungen Bäume ansonsten aufgefressen werden.

Dies ist auch ein Problem für die natürliche Waldverjüngung. Der Gemeindeforst hat mittlerweile die Eigenjagdbezirke, um die Situation selbstgesteuert zu entschärfen.

Finanziell wurde ein Umsatz von 2,4 Millionen Euro erzielt, der mit einem Gewinn von 300.000,- € verbunden war, Das ist der dreifache Wert des geplanten Überschusses und entlastet den allgemeinen Haushalt der Gemeinde spürbar.

Ein gelungenes Beispiel wie man Ökologie und Ökonomie verbinden kann, wenn mit hoher Fachlichkeit und Motivation an der Aufgabe Gemeindewald gearbeitet wird.