Ein Netz von Menschen - für Menschen
Am Freitag, den 11. September 2026, feierte das Netz Heidenrod sein 20-jähriges Bestehen. Viele Menschen, die das Netz in den vergangenen Jahren geprägt, begleitet, unterstützt und mitgestaltet haben, waren gekommen, um diesen besonderen Geburtstag gemeinsam zu feiern.
Schon beim Ankommen in der evangelischen Kirche wurden die Gäste mit einem Sektempfang und leckerem Fingerfood herzlich begrüßt. An den Wänden gab es viel zu entdecken: Zeitungsausschnitte und Bilder erzählten von den Anfängen des Netz Heidenrod bis heute. Dabei sorgte so manches Foto für ein Schmunzeln. Manch einer musste schon etwas genauer hinschauen, um sich selbst wiederzuerkennen. Da wurde schnell deutlich, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist.
Um 18 Uhr begann die Andacht mit einem kleinen Anspiel. Wie war das damals eigentlich, als alles begann? Dabei stand zunächst die Frage im Raum „Wie soll unser Projekt eigentlich heißen - und was gibt es überhaupt in einem Netz-Shop? Hat das vielleicht etwas mit Computern, Handys oder einem besseren Netzempfang zu tun? Natürlich nicht. Schnell wurde deutlich, dass es bei diesem Netz um etwas ganz anderes geht: um Menschen, die miteinander verbunden sind, sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.
Die ersten Fäden dieses Netzes wurden bereits vor rund 23 Jahren geknüpft. Damals kamen Vertreterinnen und Vertreter des Caritasverbandes, der katholischen Kirche, des Diakonieausschusses der evangelischen Kirche sowie Beauftragte der Kommunalgemeinde zusammen. Gemeinsam brachten sie den Stein ins Rollen. Angefangen hat alles in den Kellerräumen des Pfarrhauses in Laufenselden mit Frauenkleiderbasaren. Aus diesen ersten Ideen und Aktionen entwickelte sich später der heutige Netz-Shop gegenüber der evangelischen Kirche in der Rudolf-Dietz-Straße. Seitdem ist viel geschehen und natürlich hat sich über die Jahre auch einiges verändert. Viele Menschen haben das Netz Heidenrod mit ihren Ideen, ihrer Zeit, ihrem Engagement und ihrem persönlichen Einsatz geprägt und weiterentwickelt. Ohne diese vielen helfenden Hände wäre das alles nicht möglich gewesen. Umso schöner war es, dass an diesem besonderen Abend auch einige Wegbegleiterinnen der ersten Stunde dabei sein konnten, darunter die Mitgründerin Hildegard Engels, Marita Dörner und Frau Margarete Vollmuth. Gemeinsam wurde zurückgeblickt, erinnert und vor allem eines gesagt: Danke. Auch die Gäste konnten ihre Erinnerungen einbringen: Auf kleinen Karten konnten sie aufschreiben, was sie persönlich mit dem Netz Heidenrod verbindet. Diese Karten fanden anschließend ihren Platz an einem großen Netz in der Kirche. Bei einer weiteren gemeinsamen Aktion wurde sichtbar, wofür das Netz Heidenrod seit vielen Jahren steht: Es braucht viele Menschen und viele einzelne Fäden, damit ein starkes Netz entstehen kann.
Herzliche Worte und Glückwünsche überbrachte Bürgermeister Volker Diefenbach. Auch Benedikt Berger richtete als Vertreter der Ökumene und der katholischen Kirche ein Grußwort an die Anwesenden und würdigte das langjährige Engagement.
Damit endete der offizielle Teil in der Kirche - die Feier jedoch noch lange nicht. Für die geladenen Gäste ging es anschließend in die Gaststätte Zur Linde. Bei leckerem Essen, guten Gesprächen, vielen Erinnerungen und einem gemütlichen Beisammensein klang der Jubiläumsabend aus.
Am Ende waren sich alle einig: Es war ein rundum gelungener Abend, der noch einmal gezeigt hat, was in den vergangenen 20 Jahren entstanden ist.
Ein Netz, das Menschen verbindet. Ein Netz, das Menschen trägt, getreu unserem Motto: Wir fangen Menschen in Not auf.