750 kWp PV-Anlage im OT Wallbach
Viele Bürger der Gemeinde Hünstetten haben kürzlich ein Schreiben ihres Energieproviders erhalten, indem das Unternehmen eine „Wichtige Information für Sie: Ihre Strompreise ändern sich!“ ankündigt - eine bis zu 100 %-ige Erhöhung der Stromtarife ab dem 01. Januar 2023!
Da liegt die Frage nahe, was die Gemeinde Hünstetten angesichts dieser Tatsache plant und unternimmt.
Bereits im Vorfeld der aktuellen Lage hat die Gemeinde Hünstetten Maßnahmen ergriffen, um die Energiekosten sowie den „Carbon-Footprint“, sprich die CO2-Emissionen, zu senken: im Jahr 2021 wurde eine erste Anlage installiert, die aus Sonnenlicht Strom erzeugt (kurz PV-Anlage genannt). Diese Anlage generiert 750 kWp und hat seit der Inbetriebnahme (bezogen auf den Deutschen Energiemix) in 2021 669 MWh Strom produziert und wird in 2022 940 MWh Strom produzieren (zum Vergleich: Ein durchschnittlicher 4 Personenhaushalt verbraucht jährlich etwa 4 MWh Strom). Bei einer Einspeisevergütung von 8 ct/kWh ergibt das 129 T € und eine CO2-Reduzierung von 676 Tonnen seit Inbetriebnahme der Anlage!
Diese Anlage ist in der aktuellen Energiesituation eine wertvolle Entlastung im Rahmen der erneuerbaren Energiegewinnung; weitere Maßnahmen sind aber notwendig, da seitens der Bundesregierung konkrete Forderungen an die Länder und Gemeinden bestehen, im Rahmen der erneuerbaren Energie Strategie weitere Kapazitäten zu schaffen.
Aus diesem Grund plant die Gemeinde Hünstetten einen mehrstufigen Ansatz:
| 1) | Um kurzfristig agieren zu können werden aktuell mehrere Liegenschaften der Gemeinde (DGH, Feuerwehr, Kitas) definiert, die für eine Installation einer PV-Anlage prädestiniert sind. |
| 2) | Längerfristig sucht die Gemeinde Grundstücke, auf denen weitere PV-Anlagen im Megawatt Bereich errichtet werden können. Diesbezüglich gibt es bereits erste Gespräche zusammen mit Bürgern aus der Gemeinde, inwiefern die Errichtung eines Bürgerkraftwerkes umgesetzt werden kann. |
| 3) | Die Gemeinde prüft derzeit die Möglichkeit ein Strombilanzmodell mit einem geeigneten Energieversorger einzuführen, wodurch der aus gemeindeeigenen Stromerzeugungsanlagen (z.B. PV- und Windkraftanlagen) erzeugte Strom auf den Energieverbrauch der Kitas, Feuerwehren, DGHs, Wasseraufbereitungsanlagen und des Rathauses zu großen Teilen gutgeschrieben werden kann und somit langfristig den Netzbezug und damit die Stromkosten reduziert. |
| 4) | Im Rahmen der Gewinnung von erneuerbaren Energien aus PV-Anlagen verfolgt die Gemeinde auch das Ziel der Nutzung von Windkraftanlagen. Hierzu haben wir bereits in vorangegangene Ausgaben informiert. |
Mit diesen Maßnahmen macht sich die Gemeinde Hünstetten fit, um sich den globalen Herausforderungen bzgl. Energieversorgung und Schutz der Umwelt stellen zu können.
Dies ist eine erste Information für Hünstetter Bürger; wir werden Sie regelmäßig über die weiteren Schritte in den Hünstetter Nachrichten informieren.