Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
hiermit möchten wir im Namen der Verwaltungen der Hochschulstadt Idstein, der Gemeinde Hünstetten, der Gemeinde Hohenstein und der Mainova AG dem Versprechen der transparenten und regelmäßigen Kommunikation über den aktuellen Stand des Windenergievorhabens nachkommen und zu aktuellen Themen berichten.
Mit Blick auf die kommunalen Haushalte, die Versorgungssicherheit, den Beitrag zum Klimaschutz und einen wesentlichen Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Energieimporten, freuen wir uns, dass das Projekt voranschreitet.
Was die Verwaltung in Idstein beschäftigt hat
In Idstein wurde im Verlauf des Jahres 2025 die wichtige Frage, ob zwei weitere Windräder auf den kommunalen Flächen errichtet werden sollen, im Magistrat diskutiert sowie im Klimaschutz-, Umwelt- und Betriebsausschuss erörtert. Nach sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile hat man sich für die Ergänzung zwei weiterer Windräder entschieden. Auch die Stadtverordnetenversammlung hat sich damit befasst und im Votum Ende Juni dafür gestimmt.
Für direkte Fragen können Sie sich direkt an Herrn Wirges wenden: 06126 / 78-441 oder david.wirges@idstein.de
Was die Verwaltung in Hünstetten beschäftigt hat
Die Hünstetter Verwaltung hat gemeinsam mit Mainova einen Standort für eine 12-monatige Windmessung abgestimmt und vor kurzem erfolgreich identifiziert. Die Windmessung ist notwendig, damit der Windpark später zu guten Konditionen durch eine Bank finanziert werden kann.
Aufgrund des Eingriffs in Natur und Landschaft durch die Errichtung der Windräder hat Mainova im Rahmen ihres Angebots zugesichert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um möglichst viel gesunde und alte Waldbestände zu erhalten. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben muss für den nicht zu vermeidenden Eingriff Ausgleich geschaffen werden. Gemeinsam mit Mainova und einem Gutachterbüro werden derzeit verschiedene Ansätze für die Umsetzung von Maßnahmen geprüft. Mainova möchte eine signifikante Fläche neu aufforsten und so den Eingriff im Wald möglichst vollständig ausgleichen. Das heißt, dass die Bäume, die durch den Eingriff im Wald gerodet werden müssen, an anderer Stelle wieder neu gepflanzt werden. Ebenso wird geprüft, ob man Maßnahmen zum Hochwasserschutz in der Gemeinde als Ausgleichsmaßnahme in das Windprojekt einbringen und darüber von der Mainova finanzieren lassen kann.
Auch die Gemeinde Hünstetten hat im Verfahren bereits zugunsten des Waldschutzes etwaige Verschiebungsvorschläge von WEA Standorten zusammen mit dem Revierförster ausgearbeitet, welche so auch seitens Mainova berücksichtigt wurden.
Für direkte Fragen können Sie sich direkt an Herrn Ernst wenden: 06126 / 9955-55 oder aron.ernst@huenstetten.de
Was die Verwaltung in Hohenstein beschäftigt hat
Wie auch die zwei oben genannten Kommunen, erhält die Verwaltung bei aktuellen Sachlagen Informationen zu den anstehenden Untersuchungen im Rahmen der Windenergieplanung von der Mainova. Auch die Revierförster von Hohenstein sind in den Planungsprozess involviert worden.
Für direkte Fragen können Sie sich direkt an Herrn Bürgermeister Berghüser wenden. Tel: 06120/2922 oder Buergermeister@hohenstein-hessen.de
Womit sich Mainova aktuell beschäftigt
Die erste grobe Planung der Standorte für die Windenergieanlagen wurde im Verlauf des Jahres deutlich angepasst, um die Auswirkungen auf den Wald und vorhandene Arten möglichst zu reduzieren. Hintergrund waren zum Beispiel Hinweise des von Mainova beauftragten Natur- und Artenschutzbüros und der Revierförster zur sogenannten Eingriffsminimierung. Denn in 2025 wurde eine detaillierte Biotoptypenkartierung durchgeführt, deren Erkenntnisse in die Planung der Windräder einfließen. So konnten die Eingriffe in Biotope und höherwertige Waldbereiche durch kleinräumige Verschiebung der Standorte reduziert werden. Schlagflure, in denen aufgrund der vergangenen trockenen Jahre nur wenige Bäume vorhanden waren, konnten teilweise voll ausgenutzt werden. Eingriffe in hochwertige Alt-Baum-Bestände konnten reduziert werden.
Daneben hat Mainova einen konkreten Anlagenstandort vollständig umgeplant, sodass der Abstand der Windenergieanlage zur Ortslage Niederlibbach deutlich vergrößert wurde. Hintergrund dafür waren Hinweise zu geplanten Ausweisungen von zwei neuen Wohngebieten. Damit dort der von Mainova stets gewünschte Vorsorgeabstand zwischen Windrad und Wohnhaus von mindestens 1.000 Metern eingehalten wird, haben wir eine Neuplanung des betreffenden Standorts durchgeführt.
Auch die Berücksichtigung von neuen Erkenntnissen zu bestehenden Richtfunktrassen sind in die Feinplanung der Standorte eingeflossen. Diese führten dazu, dass einige Standorte verschoben werden mussten, sodass sichergestellt ist, dass Funksignale (u.a. Mobilfunknetze) nicht beeinträchtigt werden.
Daneben werden derzeit eine Vielzahl an Fachgutachten erstellt. Denn im Rahmen des Antrags auf Bau-Genehmigung werden eine Vielzahl an Themen von den Fachdezernaten der öffentlichen Verwaltung geprüft. Nur wenn alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, kann Mainova überhaupt eine Genehmigung für den Bau der Windräder erhalten. Folgende Themen werden im Rahmen des anstehenden Genehmigungsverfahrens geprüft:
| • | Avifauna/ Vögel und Fledermäuse |
| • | Andere Tierarten |
| • | Baugrund |
| • | Hydrogeologie |
| • | Bodenschutz |
| • | Denkmalschutz/ Archäologie |
| • | Kampfmittel wie Blindgänger |
| • | Schall- und Schattenemissionen |
| • | Turbulenz- und Standsicherheit der Windräder |
| • | Früherer Bergbau in dem Gebiet |
| • | Brandschutz |
| • | Eisfall |
| • | Bankbürgschaft als zweiteres Sicherungsnetz sodass finanzielle Mittel für den Rückbau sichergestellt sind |
| • | Richtfunktrassen (Handynetze usw.) |
Im Weiteren wurde seitens der Mainova eine Selbstverpflichtungserklärung zur Leistung der finanziellen Beteiligung der Kommunen gemäß § 6 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unterzeichnet. Dies hat zur Folge, dass für jede durch die Windenergieanlagen erzeugte Kilowattstunde eine finanzielle Beteiligung zugunsten der kommunalen Haushalte erfolgt. Die hieraus resultierenden Mittel kommen somit unmittelbar den betroffenen Gemeinden zugute.
Ausblick und Kontakt
Neben den zwei gut besuchten öffentlichen Informationsveranstaltungen im Sommer 2025 in Hünstetten und Hohenstein wird Mainova am Samstag, den 18. April 2026 im Rahmen des Idsteiner Klimaschutztags sowie am Dienstag, den 9. Juni 2026 in Hünstetten im Rahmen der Bürgerversammlung erneut über den aktuellen Stand und alle relevanten Themen berichten und für Fragen zur Verfügung stehen.
Das Thema der finanziellen Beteiligung für Bürgerinnen und Bürger wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 weiter ausgestaltet. Denn dann erst erwarten wir, dass uns weitere Erkenntnisse aus dem Genehmigungsverfahren vorliegen.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Projekt-Webseite der Mainova:
https://www.mainova.de/de/windparkplanung-idstein-huenstetten-hohenstein
Gerne können Sie auch Kontakt mit der Mainova aufnehmen, um ins Gespräch zu kommen. Für direkte Fragen wenden Sie sich an Herrn Oelker: 069 / 213 813 83 oder L.Oelker@mainova.de