Eitel Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen hatten am Donnerstag, 26. Februar, 38 Wanderwillige zum Treffpunkt des Hohensteiner Wanderkreises nach Born gelockt. Bei der Begrüßung wusste der Wanderführer von besonderen Herausforderungen bei der Planung der heutigen Wanderstrecke zu berichten. Ein spezielles WWW (Wasser, Wildschweine und Waldarbeiten) hatte viele Wege unpassierbar gemacht. Selbst bei den für noch zumutbar erachteten Alternativwegen musste der Wanderführer vorsorglich vor nassen Stellen und einer kurzen schlammigen Wegstrecke warnen.
Hildegard begab sich sodann mit 10 Weggefährten auf direktem Weg zum ersten Ziel, der Bismarck-Eiche im Dietzgrund. Vom Naturdenkmal an war die nachfolgende Streckenführung beider Gruppen gleich. Auf diese Weise ergab das für die „Kurzstreckler“ eine immerhin gut 5 km lange Tour inklusive der Bewältigung etlicher Höhenmeter, sodass auch diese Wanderfreunde es sich nach vollbrachter Leistung ohne Gewissensbisse schmecken lassen konnten.
Um noch wenigstens zwei Kilometer Laufstrecke mehr unter die Wandersohlen zu bekommen, führte Horst seine Gruppe zunächst auf dem Postweg in Richtung Strütchen. Im spitzen Winkel marschierten die Wanderer an den künftigen Weihnachtsbäumen entlang. Selbstverständlich wurde die Möglichkeit in Richtung Galgenkopf und auf Lindschied zu schauen genutzt. Die Problemzone beim Borner Trimm-Pfad wurde ohne Blessuren gemeistert. Es folgte eine Erholungsphase auf dem oberen Abschnitt des neu angelegten Radweges. Eine Blindschleiche tankte Sonnenenergie am Wegesrand und wurde als Zeichen des nahenden Frühjahrs gedeutet. Doch dann war von dem schönen Radweg nichts mehr übrig, denn bis zur Kreisstraße bei einer Turmstelle des Limes überzog eine graue erdige Masse das Terrain. Zum Glück gelangten alle Wandersleute ohne Ausrutscher zur K 687 und anschließend auf die Forststraße zum Dietzgrund. Horst hatte seine Leute auf dem schöneren unteren Zugang zur Eiche geführt, weil es wegen der zusätzlichen Sicht auch Streckengewinn ergab. Eine Borner Mitwanderin erzählte, dass sie in Kindertagen, als das Tal noch frei und die Talwege noch begehbar waren, des Sonntags gelegentlich zur „Dicken Eiche“ spaziert sei. Der stattliche Baum, auch ein Grenz-Mal, hatte als Referenz für den Reichskanzler seinen Namen erhalten und ist so in den heutigen Karten verzeichnet. Zurück zum Sechsarmigen Stock erreichten beide Gruppen auf dem Limesweg die auf dem Kamm des Distriktes Sangerts verlaufende Forststraße. Auf ihr wurde hurtig der Waldrand erreicht und von dort war es nicht mehr weit bis zu dem Höhepunkt der heutigen Wanderung.
Gerd und Werner hatten dort am Waldrand die beim Jahresschluss und der Feier des 25-jährigen Jubiläums dem Wanderführer-Ehepaar zugedachte Bank aufgestellt. Aus einem Versteck zauberten Gunhild und Werner Sekt und Gläser, damit die Bank standesgemäß eingeweiht werden konnte. Allerdings wurde der Sekt nicht über das Möbelstück vergossen, sondern rann durch die Kehlen der Anwesenden und sorgte so für noch zusätzlich gute Stimmung, wie sie auch ansonsten schon herrschte. Der Wanderführer erklärte, dass er schon seit vielen Jahren wegen der tollen Aussicht über Born bis nach Bad Schwalbach eine Bank an dieser aussichtsreichen Stelle sich gewünscht hatte – und nun ist es Wirklichkeit geworden. Dafür dankte er von Herzen allen Wanderern als Unterstützer und ganz besonders den drei Männern Kurt Bücher, Werner Hasselbach und Gerd Poths. Von Kurt kam das Holz und damit haben die Drei mit viel Spaß das Projekt gemeinsam in die Tat umgesetzt. Da blieb den Bernsteins nichts anderes mehr übrig, als gerührt auf der Bank Platz zu nehmen, alle Wanderfreunde und Helfer um sich zu scharen und sich gemeinsam zu freuen. Möge die Bank vielen Wandersleuten zu einer angenehmen Rast mit Blick auf unsere schöne Heimat dienen.
Nach der feierlichen Einweihung eilten alle flugs zum GSV-Heim, um dort bei Speis und Trank noch einige Zeit in froher Runde zu plaudern und nicht zuletzt des Wandertages mit dem speziellen Höhepunkt zu gedenken. Den beiden Wanderführern bleibt an dieser Stelle nur noch, allen, die zum Gelingen des heutigen Wandertages beigetragen haben, Dank zu sagen!
Im März treffen sich die Hohensteiner Wanderfreunde am Donnerstag, 12. wie üblich um 14:00 Uhr in Breithardt vor der Alten Schule. Regina hat einen ca 8 km langen Rundweg geplant und für diesen Tag die Organisation übernommen. Nach Möglichkeit wird Hildegard eine kürzere Tour anbieten. Für die Schlussrast sind die Wanderer in der Pizzeria Aspendos willkommen.
Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des Hohensteiner Wanderkreises www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen. Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabeisein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren. Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124/12357).