Rund 120 Bürgerinnen und Bürger haben am 5. Februar im Bürgerhaus Born den Vortrag von Albrecht Brömme (ehemaliger Leiter der Berliner Feuerwehr, früherer Präsident des Technischen Hilfswerks) zum Krisen- und Katastrophenschutz besucht. Brömme erläuterte, wie man sich auch mit einfachen Mitteln auf Ausnahmesituationen vorbereiten kann, etwa bei längerem Stromausfall oder Einschränkungen in der Versorgung. Ebenfalls berichtete er aus vergangenen Krisenfällen, die er hautnah miterlebt hat.
Bürgermeister Patrick Berghüser: „Ich kümmere mich darum, dass wir als Gemeinde gemeinsam mit unseren Feuerwehren und Partnern im Bevölkerungsschutz gut vorbereitet sind. An einigen Stellen gibt es Nachholbedarf, den wir jetzt Schritt für Schritt abarbeiten. Gleichzeitig gilt: Eine Gemeinde kann im Krisenfall nicht alles abfedern. Deshalb gehört zur Vorsorge auch Eigenverantwortung für sich und die eigene Familie.“
Im Anschluss an den Vortrag standen Klaus-Peter Willsch als Erster Kreisbeigeordneter und Vertreter des Landrats sowie Kreisbrandinspektor Christian Rossel für Rückfragen und fachlichen Input zur Verfügung. Der Austausch zeigte, wie groß das Interesse an konkreten, alltagstauglichen Empfehlungen ist.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt unter anderem, Trinkwasser und haltbare Lebensmittel als Reserve vorzuhalten, Medikamente und wichtige Unterlagen griffbereit zu haben und für Stromausfälle vorzusorgen, zum Beispiel mit Taschenlampe, batteriebetriebenem Radio, geladener Powerbank, etwas Bargeld und einer einfachen Trillerpfeife, um im Notfall auf sich aufmerksam zu machen. Hilfreich ist auch der Austausch in der Nachbarschaft: Wer kann im Ernstfall unterstützen, wer hat welche Möglichkeiten und wer benötigt besondere Hilfe.
Wichtig für den Stromausfall: In Hohenstein werden die Feuerwehrhäuser nach einer Stunde Stromausfall besetzt. Die Feuerwehren haben im Krisen- und Katastrophenfall jedoch vorrangig andere Aufgaben und sollten daher nur in dringenden Notfällen aufgesucht werden.
Weitergehende Informationen und Checklisten gibt es unter www.bbk.bund.de.