Kirchort St. Klemens Maria Hofbauer
Kontakt und Auskunft
Tel. 06124 72370
E-Mail: pfarrei@heiligefamilie.net
Homepage: www.heiligefamilie.net
| Gottesdienste in St. Klemens-Maria-Hofbauer in Breithardt | |
| Freitag, 3.04. | |
| 15:00 Uhr | Kreuz-Weg-Gottesdienst; gemeinsamer Gang von der katholischen Kirche zum Friedhof mit Stationen, auch für Familien geeignet |
| Samstag, 4.04. | |
| 21:00 Uhr | Heilige Messe - Feier der Osternacht |
| Montag, 6.04. | |
| 11:00 Uhr | Heilige Messe |
„Begreift ihr?“ fragt Jesus seine Jünger, als er sich auf den Weg macht, der ihn zu Folter und Tod führt. Sie begreifen es nicht. Was begreifen wir von dem Leid und der Not in unserer Welt, in unserem Freundeskreis, unserer Familie? Wir wissen schon von Ostern, aber, wenn wir den Kreuzweg gemeinsam gehen, begreifen wir ein wenig mehr von dem, was unser nächster Schritt sein soll.
Wir tragen ein Kreuz aus Holz und überlegen gemeinsam, wie wir einander helfen können, unsere Lebenslast zu tragen. Wir fassen eine Dornenkrone an und suchen Wege, Freude zu machen statt Schmerz. Bringen Sie gerne eine Blume oder eine Kerze mit, um sie am Kreuz abzulegen – aus den Blumen wird unser Osterstrauß! Treffen ist am Karfreitag, 3. April, um 15:00 Uhr. Der Weg führt von der katholischen Kirche (Backhausgasse 10) bis zum Friedhof (ca. 450 m) und ist auch für Familien geeignet. Kinder bekommen unterwegs kleine Aufgaben.
Liebe Hohensteinerinnen und Hohensteiner
Am Palmsonntag beginnt die so genannte Heilige Woche, in der die dramatischen Ereignisse rund um Tod und Auferstehung des Jesus von Nazareth nachvollzogen werden. Der Freude des Palmsonntags über den Einzug Jesu in Jerusalem folgt die Katastrophe seiner Verurteilung und Hinrichtung. Doch die Dunkelheit des Grabes weicht dem Licht neuen Lebens, dem immer neuen Osterjubel.
Wie unterschiedlich sind die beiden Weisen der Freude? Die Palmsonntagsfreude erscheint merkwürdig unsicher, labil und vergänglich: eine Stimmung wie sie heute weit verbreitet ist. Es sind Zeiten der Unsicherheit, Zeiten struktureller Überforderung, Zeiten ständiger Veränderung und Stress auslösender Unzuverlässigkeit. Dagegen sehnen wir uns nach Beständigkeit, nach Einfachheit und Geradlinigkeit, ja auch nach etwas mehr Langsamkeit.
Alles dies kann die Freude von Ostern vermitteln. Sie ist dem Zugriff des Menschen entzogen, sie lässt sich nicht durch immer neue Angriffe auf das Leben vertreiben. Im Gegenteil wächst und gedeiht sie gerade an Orten des Todes, der Frustration und Hoffnungslosigkeit. So entpuppt sich gerade die Osterbotschaft als Antwort auf die Sehnsüchte heutiger Menschen, die aber nur durch die Anteilnahme an Erfahrungen des Scheiterns und der Ungerechtigkeiten hindurch errungen werden kann.
Ich wünsche Ihnen von Herzen diese Erfahrung der tiefen und unverbrüchlichen Freude und Zuversicht, die das flackernde und unbeständige Licht des unsicheren Lebensgefühls zu überstrahlen vermag.