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Hohensteiner Blättche
Ausgabe 14/2026
Aus unserer Gemeinde
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Hohensteiner Wanderkreis

 

 

Als das aktuelle Kalenderblatt Donnerstag, 26. März anzeigte, bedeutete dieses Datum für die Hohensteiner Wanderfreunde, heute ist Wandertag in Steckenroth und der Frühling sollte eigentlich so richtig ins Land eingekehrt sein. Aber in der Wetterküche hatte man sich anders entschieden. Ein Probelauf für Aprilwetter sollte just an diesem Tage stattfinden und die Wetterfrösche in den Medien hatten dies auch durch entsprechende Unkenrufe vermeldet. Gleißender Sonnenschein wich abrupt einer dunklen Wolke, aus der ein wenig Wasser in unterschiedlichen kristallinen Formen zur Erde fiel. Dieses Wechselspiel wiederholte sich in kürzeren oder längeren Abständen. Bei diesem neckischen Wettergeschehen durften die heutigen Wanderführer Ingrid und Werner gespannt sein, wie groß der Andrang der Wanderwilligen oder sollte gesagt werden, den allen Wettern Trotzenden – um 14:00 Uhr auf dem Parkplatz oberhalb der Kirche sein würde. Es waren immerhin 25 Wanderwillige, wovon 8 Personen mit Ingrid „nur“ knapp sechs Kilometer laufen wollten.

Skizzieren wir zunächst die Runde dieser Gruppe. Ingrid lenkte die Schritte ihrer Mitwanderer zunächst durch das Abbebachtal hinauf zum Postweg. Stopps gab es auf diesem Abschnitt beim Grillplatz sowie beim Römerplatz und natürlich wurden die weiß blühenden Ziergehölze dort in der Nähe bewundert. Vom Postweg erfolgte bei der Muckerdelle der Wechsel auf die Eisenstraße, der bis zum Abzweig des Radweges zurück nach Steckenroth gefolgt wurde. Die an der Eisenstraße jüngst entstandenen Wasserlöcher wurden als von der Forstverwaltung angelegte „Sickerdolen“ erklärt. Eisiger Nordwind und ein erneuter Schauer bewogen Ingrid, wegen des Windschutzes auch den Rückweg durchs Abbebachtal einzuschlagen. Diese Entscheidung erwies sich als klug und verstärkte den Dank der Mitwanderer für Ingrids umsichtige Führung.

Werner hatte wegen Forstarbeiten sein Wandergebiet ändern müssen. Statt über den Schindwald zur Diebach wanderte er an der ehemaligen Dreschhalle vorbei zum „Ahle Bach“. Diesem Rinnsal bis zu seinem Ursprung folgend lief diese Gruppe weiter aufwärts bis zur Eisenstraße. Nach wenigen Metern auf dieser Straße bogen die Wanderer nach links in den Wald ab und liefen am unteren Rand des Golfgeländes zur L 3032 hinunter. Das vom Hofgut kommende Bächlein und die Landstraße wurden überquert und danach liefen die Wanderer am Römersbach entlang auf die Höhe. Selbstverständlich wies Werner auf den Platz hin, wo einmal ein kleines Waldschwimmbad als „Camp Echo“ den Amerikanern zur Erholung diente. Auf dem höchsten Punkt berichtete Werner von der legendären Feuerbuche. Bei der Erklärung der Geschichte(n), welche sich um diesen heute nicht mehr existierenden Baum ranken, erwies sich Werner als eloquenter und kompetenter Wanderführer, ein würdiger Vertreter für den heute leider abwesenden Wanderführer. Von den Geschichten um die Feuerbuche soll hier nur diejenige Erwähnung finden, dass der Landesherr einst im Schatten dieses Baumes den Entschluss zum Bau des Hofes Georgenthal gefasst haben soll. Am Rande des Golfplatzes entlang marschierten die Wandersleute hernach zum Hofgut und durchquerten das Gelände mit den Gedanken an den Ursprung. Wieder bei der Eisenstraße strebten die Wanderer auf dem kürzesten Weg, also am Hubisdorsterbach entlang hurtig zum „Zieler“, wo sie von Ingrid und ihren Mitläufern erwartet wurden. Sie hatten insgesamt 8,7km zurückgelegt. Im Gasthaus zum Taunus fand jeder auf der extra für den Wanderkreis gestalteten Speisekarte etwas für die Kehle und den Gaumen, so dass bei guter Stimmung am Ende konstatiert werden konnte: „Die Wetterkapriolen haben uns nicht nass gemacht und es waren gelungene Wandertouren!“ Dank an Ingrid und Werner!

Am Donnerstag, 9. April will Gertrud, gemeint ist die Gertrud, welche uns im vorigen Jahr bei Gonsenheim geführt hatte, dieses Mal bei Wiesbaden-Schierstein eine Wanderung anbieten. Neben einer ca. 8 km langen Wegstrecke wird es bei Interesse auch eine 5 km messende Tour geben. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr auf dem Parkplatz in der Kleinaustraße, die Einkehr erfolgt ganz in der Nähe in der „Arche Noah“.

Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des Hohensteiner Wanderkreises www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen. Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabeisein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren. Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124/12357).