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Hohensteiner Blättche
Ausgabe 16/2026
Aus unserer Gemeinde
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Hohensteiner Wanderkreis

Eine Fahrt zur Kirschblütenzeit an den Obstplantagen Frauensteins entlang ist immer einen Hingucker wert. Am Donnerstag, dem 09. April erstrahlte die weiße Blütenpracht im hellen Sonnenlicht und stimmte die an ihr zum Treffpunkt am Schiersteiner Hafen vorbei fahrenden Hohensteiner Wanderfreunde so recht auf eine Frühlingstour ein. In Hafennähe setzten auch andere blühende Gehölze weitere Farbtupfer. Aus der Vogelperspektive mögen die farbig lackierten Autos wie überdimensionale Ostereier ausgeschaut haben.- Der Parkplatz war um 14 Uhr voll, denn auch andere Menschen hatte es bei solchem Wetterchen zu diesem naturnahen Stellplatz gelockt.

 

Nach der kurzen Begrüßung durch den Wanderführer führte Gertrud, welche die Organisation der heutigen Tour übernommen hatte, die stattliche Gruppe flugs zum Rheinuferweg auf der Dammkrone am Rande des Stromes. Hier erfolgte dann die Scheidung in zwei Gruppen mit unterschiedlichem Laufpensum. Zehn Wandersleuten genügten 5 km und 19 wollten das übliche Programm mit 8 km Länge absolvieren. Zunächst liefen beide Gruppen etwas versetzt zu der das Rheintal querenden Hochspannungstrasse, da bekanntermaßen auf den Gittermasten Weißstörche Nester bauen. Da die Teilnehmer der Wanderung sich durchweg im Seniorenalter befinden, hatten die Wanderführer keine Bedenken, sich in die Nähe von Adebar zu begeben, spätere Alimentsansprüche waren nicht zu erwarten. Die Vögel schienen das Alter ebenfalls so einzuschätzen, dass sie einen gehörigen Abstand von den Hohensteinern hielten, aber immerhin, es wurden Störche gesichtet.

 

Hildegard und ihre neun Mitwanderer liefen danach wieder zurück zum Hafenbecken. Vor der Überquerung der sich über die Hafeneinfahrt spannenden Fußgängerbrücke genehmigten sich die Läufer eine Pause mit Blick auf das Bauwerk. Der Aufstieg zum Scheitelpunkt der Brücke beinhaltete den stärksten Anstieg der gesamten Tour. Auf der Rheinseite lief es sich angenehm durch einen Grüngürtel. Hernach auf der Stadtseite des Beckens beeilten sich die Wanderer und begaben sich hurtig an Deck der Arche, um dort Schatten und durststillende Flüssigkeiten zu genießen.

 

Gertrud hatte die Wanderung an Ufer des Rheins entlang fortgesetzt. Links säumte Auwald den Weg und rechts konnten die Blicke über grünes Auengelände und zuweilen bis zu den Hängen des Rheingaugebirges schweifen. Nahe Niederwalluf kündeten spärliche Mauerreste von einer ums Jahr 1000 errichteten Turmburg. Von der ebenfalls dem Verfall preisgegebenen Johanniskirche konnten die Wanderer immerhin noch hoch aufragende Mauern besichtigen. Auch wenn die Wanderung am Wasser entlang verlief, so lechzten die von der Sonne verwöhnten Wanderer nach etwas Trinkbarem. Ein großes Fass stand vor den Dürstenden, doch es war verschlossen. Die Öffnungszeiten des Weinprobierstandes waren nicht mit der Ankunft der Wandersleute synchronisiert gewesen. Das konnte ein Winzer nicht mit ansehen, öffnete kurzentschlossen etwas früher und die Hohensteiner durften probieren, welche Gewächse lecker schmecken. Mit Sicherheit hätte sich der eine oder die andere noch ein „Piffchen“ gegönnt, wenn da nicht der Rückweg ordentlich zu meistern gewesen wäre. Die vorgesehene Pause war so etwas länger geworden und Gertrud erklärte, dass sich die Gruppe nun flugs auf den Rückweg begeben müsse und, um rechtzeitig bei der Arche eintreffen zu können, ohne Pause durchmarschieren müsse. Der aufgenommene Sprit reichte noch für eine Umrundung des Hafenbeckens. Die stattlichen Pilzkörper an einer am Weg stehenden Baumruine reizten zu Spielchen. Wenig später trafen die bereits sehnsüchtig erwarteten Wanderkameraden in der Arche Noah ein. Selbstverständlich musste den Kurzstrecklern der Besuch in Walluf mit der speziellen Pause ausführlich geschildert werden. Service und Küche sorgten alsbald dafür, dass es still wurde. Am Schluss konnte der Wanderführer den beiden Führerinnen und insbesondere Gertrud für die sehr schöne Frühlingstour danken.

Alle am Wandern in geselliger Gemeinschaft Interessierten sollten sich Donnerstag, 23. April vormerken. An diesem Tag wollen Liesel und Rolf mit dem Hohensteiner Wanderkreis die Gemarkung Panrods durchstreifen. Wanderwillige treffen sich um 14:00 Uhr beim Sportplatz am der Straße nach Burgschwalbach. Neben einer 8 km langen Strecke wird auch eine kürzere Variante angeboten. Auf Wunsch etlicher Wanderer ist der Wanderkreis für die Schlussrast in der Pizzeria ASPENDOS angemeldet.

Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des Hohensteiner Wanderkreises www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen. Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabei sein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren.

Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124/12357).