Am alten Trafohäuschen in der Schulstraße haben Ehrenamtliche ein Projekt umgesetzt, das vielen gefährdeten Vogelarten und Fledermäusen dauerhaft sichere Unterkünfte und eine Schlafstatt geben soll. Durch die Bauweise der heutigen Häuser sowie energetische Sanierungen im Altbestand haben sich die Angebote für Nistmöglichkeiten für diese Spezialisten deutlich verringert.
Es wurden Nistkästen für Mauersegler, Höhlen- und Halbhöhlenbrüter sowie Kästen für Fledermäuse angebracht. Durch den unmittelbar anliegenden Aubach mit seinen Uferrandstreifen gibt es ein vergleichsweise gutes Angebot an Insekten, die in der Brutsaison für die Jungenaufzucht unabdingbar sind.
Der Eigentümer des Trafohäuschens, Stefan Schröder, hat zuvor den Außenputz erneuert, die Gemeinde Hohenstein hat auf die Gebühren für die verkehrspolizeiliche Anordnung hinsichtlich des notwendigen Gerüstes verzichtet und über die ehemalige Ortsvorstehrein Edith Karls wurde ein Sponsor aus Idstein gefunden, der die Kosten für die benötigten Materialien übernommen hat.
Die Organisation und das Anbringen der Kästen übernahmen Mike Eichler, Stefan Schroeder und Hans-Jürgen Finkler. „Zügige Schaffung von Wohnraum!“
"Dieses Projekt zeigt sehr schön, was entstehen kann, wenn Eigentümer, Ehrenamt, Ortsbeirat, Sponsoren und Gemeinde Hand in Hand arbeiten“, freut sich Bürgermeister Patrick Berghüser. „Hier wurde mit überschaubarem Aufwand ein sichtbarer Beitrag zum Artenschutz geschaffen. Gleichzeitig entsteht ein Lernort direkt vor der Haustür, an dem Kinder Natur erleben und verstehen können. Genau solche Projekte machen unsere Ortsteile lebendig.“
Neben dem Beitrag für den Artenschutz hat die Maßnahme einen weiteren schönen Effekt: In unmittelbarer Nähe befinden sich der Strinzer Kindergarten und der öffentliche Spielplatz. So können Kinder künftig direkt beobachten, wie Vögel und Fledermäuse neue Lebensräume annehmen. Natur wird hier nicht nur erklärt, sondern erlebbar.“