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Hohensteiner Blättche
Ausgabe 18/2026
Aus unserer Gemeinde
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Hohensteiner Wanderkreis

Panrod ist manchem Wanderfreund als Austragungsort von IVV-Wanderungen in guter Erinnerung. Dort bei der Palmbachhalle, wo bei den Volksläufen volksfestartiger Rummel herrschte, trafen sich am Donnerstag, dem 23. April bei herrlichem Sonnenschein die Hohensteiner Wanderfreunde zu ihrer achten Tour in diesem Jahr. Rolf, ein gebürtiger Panröder, der heute mit seiner Frau Liesel die Organisation des Wandertages übernommen hatte, erklärte, dass an der Stelle des ehemaligen Sportplatzes ursprünglich eine Kuhle war, die wohl nicht nur mit Erdaushub verfüllt wurde. Aber auf dem Rasen, der den Platz gnädig zudeckt, kickt heute kein Spieler mehr. Da hielt es die 29 Wanderinnen und Wanderer nicht mehr an diesem Ort und Rolf führte seine Wanderfreunde zunächst zur ehemaligen Schule. Hier gab es kostenlosen Unterricht und auf die spitzfindige Frage eines Wandergesellen, ob die Anstrengungen der Pädagogen eventuell auch umsonst waren, so möchten wir zumindest für Rolf konstatieren, dass die Bemühungen nicht vergeblich waren. Ein Trafohäuschen und die alte Kirche waren die nächsten Ziele im Ortsbereich. Selbstverständlich wurde bei dem Gotteshaus auf das respektable Alter der Gemeinde und der Kirche hingewiesen. Unterwegs grüßten und winkten Bewohner und zeigten, dass Rolf in Panrod noch bekannt ist. Ein Panröder, wie sich herausstellte Rolfs Bruder, gesellte sich spontan zur Wandergruppe und meinte verschmitzt, er wolle zur Sicherheit die Gruppe begleiten, falls sein Bruder nicht mehr weiter weiß. Das wäre natürlich nicht nötig gewesen. Aber es zeigt, in welch lockerer Atmosphäre im Wanderkreis umgegangen wird. An der Bebauungsgrenze teilte sich die Gruppe. Rolf setzte sich mit einem Dutzend Wanderer ab, um je nach Lust der Mitläufer eine rund fünf Kilometer lange Strecke durch die Panröder Gemarkung führen zu können; es wurden am Ende gut 5 km!

Liesel begab sich mit ihrer Gefolgschaft auf eine knapp acht Kilometer lange Tour. Eine schwach ausgeprägte Talsenke wurde gequert. Auf einer saftig grünen Wiese leuchteten dottergelb die hierzulande „Eierpüsch“ genannten Löwenzahnblüten. Der junge Daisbach wurde hier ebenfalls überquert, wovon die Wanderer allerdings nichts bemerkten, es muss sich wohl um ein ziemlich stilles Wasser handeln. An Aussiedlerhöfen vorbei gehend wurden die ersten Apfelbaum-Plantagen erreicht. Auffallend war der sauber geharkte Boden unter den Stämmchen. Tausende fleißige gefiederte Helfer hatten hier gescharrt, Liesel hatte bei der Vorwanderung noch die Hinkel beobachten können. Was später einmal Apfelsaft oder Stöffche werden soll, öffnete nur zaghaft die rosaumrandeten Blüten. Immerhin regte es die Kurzstreckler, die selbstverständlich auch an den Plantagen längs liefen, zu einem Dokumentationsfoto an. Ansonsten erfreuten die Augen der Wandersleute die Farben Grün und passend zum Gelb der Rapsfelder das Himmelsblau als wunderbarer Kontrast. Bei einer Anlage zur Flugsicherung war der höchste Punkt im Gelände erreicht. Nach der Sicht auf Limbach rückten die Hühnerstraße und das bekannte Lokalgebäude mit dem Dachreiter ins Blickfeld. Mit einem scharfen Linksschwenk führte Liesel ihre Gruppe zur nächsten Aussicht. Ketternschwalbach konnte nun von oben betrachtet werden. Auf dem leicht abwärts führenden Weg zurück nach Panrod mag mancher Wanderer bei sich gedacht haben, Sonnenschein und eine so hübsche Mittelgebirgslandschaft mit tollen Ausblicken wie hier und heute, da wandert es sich einmal schön. Liesel und Rolf sagen wir auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für den gelungenen Wandertag. Zur Schlussrast trafen sich die Wanderfreunde in Breithardt in der Pizzeria ASPENDOS. Selbstverständlich wurden hier nicht nur Flüssigkeiten ergänzt und etwas gegen entstandene „Raumleere“ unternommen, denn nach einem so schönen Wandertag sorgt die gute Stimmung auch für einen ordentlichen Gesprächsstoff und Geräuschpegel.

Für Donnerstag, den 7. Mai laden Hans Jürgen und Ute die Wanderer des Hohensteiner Wanderkreises nach Wiesbaden-Rambach ein. Als Treffpunkt ist der Parkplatz bei dem Waldsportpfad am Ende der Trompeterstraße vorgesehen. Wegen der etwas längeren Anfahrt ist der Start für die Wanderungen auf 14.15 Uhr terminiert worden. Es sind eine etwa 8 km lange und eine fünf Kilometer lange Strecke geplant. Für die Schlussrast ist der Wanderkreis im Gasthaus zum Hirsch angemeldet.

Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des Hohensteiner Wanderkreises www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen. Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabeisein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren. Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124/12357).