Nicht nur der Abwechslung wegen, sondern auch zur Gebietserweiterung des Wanderhorizontes hatten sich die Hohensteiner Wanderfreunde am Donnerstag, dem 7. Mai nach Wiesbaden-Rambach begeben. Auf dem Wanderparkplatz am Ende der Trompeterstraße hatten sich mehr als zwei Dutzend Wanderer eingefunden und waren gespannt, was Ute und Hans Jürgen, die für die heutige Tour die Führung und Organisation übernommen hatten, vorbereitet hatten. Die Luft war sauber und frisch und das Wetter zum Wandern hervorragend geeignet.
Auch wenn es an diesem Tag wieder zwei unterschiedlich lange Strecken zum Erwandern gab, so starteten zunächst alle gemeinsam auf einer Forststraße leicht bergan gehend zum Waldrand mit Ausblick zum Kellerskopf. Dem Asphaltband zwischen Waldrand und Wiesenareal folgte die stattliche Wandergruppe noch gemeinsam. Doch dann forcierte Hans Jürgen das Wandertempo und da ihn der Wanderführer Horst nicht bremste, gelang es den Langstrecklern sich erfolgreich abzusetzen. Durch den Distrikt Goldstein am oberen Rand des gleichnamigen Tales führte der Weg durch herrlichen Wald. Mächtige Eichen und stattliche Kiefern sorgten im ansonsten üppigen Buchenwald für Aufmerksamkeit heischende Hingucker. Dieser Wald gefiel den Mitwanderern und es herrschte die Anschauung vor, dass ein Gang unter dem schützenden Blätterdach auch gut im Hochsommer möglich wäre. Der Goldstein-Bach speist sich aus mehreren Quellen und zwei der dem Ursprung nahen Rinnsale wurden passiert. Für die Langstreckler war an der Idsteiner Straße, wo einst eine dicke Eiche mit Namensschild als Naturdenkmal stand, der entfernteste Punkt erreicht. Von hier aus näherte sich die Gruppe in einem Bogen permanent abwärts laufend der Hubertushütte und dem dort unterhalb entspringenden bei Teetrinkern beliebten Quell.
Ute hatte mit ihrer Gruppe vor Erreichen der Idsteiner Straße einen talwärts abzweigenden Weg eingeschlagen. Eine Waldwiese sorgte schon bald für nähere Betrachtungen. Bei Kennern ist das Gebiet als Fundstelle für Orchideen bekannt und unsere an Blumenschönheiten interessierten Hohensteiner wurden auch nicht enttäuscht. Für die Kurzstreckler war das Gefleckte Knabenkraut das heutige „Highlight“, wie man das heute auszudrücken beliebt, und für die Langstreckler die nur noch in horizontaler Lage vorhandene und deshalb weit weniger imposante Idsteiner Eiche.
Aus dem Tal mit Hubertushütte und Trinkwasserquelle war der Aufstieg zum Parkplatz rasch gemeistert. Fünf Kilometer bei den Kurzstrecklern und 8 Kilometer bei den Langstrecklern hatten für ausreichenden Kalorienverbrauch gesorgt, so dass das Speisenangebot im Gasthaus zum Hirsch gerne angenommen wurde. So fand fröhlich gestimmt in geselliger Runde ein schöner Wanderausflug seinen Abschluss. Ute und Hans Jürgen sagen wir auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Möglichkeit, dieses Wandergebiet kennenzulernen.
Achtung! Der nächste Wandertermin am Donnerstag, den 21. Mai hat es in sich. Gunhild und Werner haben ein Ganztagesprogramm in der Rheinhessischen Schweiz vorbereitet. Nach der um 10:00 Uhr beginnenden Vormittagswanderung wird das WWW auf landestypische Art empfangen. Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag werden zwei unterschiedlich lange Wanderungen angeboten (vormittags 7 km oder 4 km und nachmittags 6 km und 4 km), die auch kombiniert werden können. Ab 17:00 Uhr ist der gemeinsame Ausklang im Gutsausschank Huth in Sprendlingen vorgesehen. Zur Anfahrt zum Treffpunkt Parkplatz Golfplatz/Hofgut Wißberg in St. Johann/Gau-Bickelheim wird folgende Route empfohlen: A61 Abfahrt Gau-Bickelheim, Richtung Sprendlingen, dann St. Johann.
Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des
Hohensteiner Wanderkreises www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen. Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabei sein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren. Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124 12357).
Für den Tagesausflug gibt es weitere Auskünfte bei Werner Hasselbach (0179 2139803).