Viele Menschen kommen zum Aikido mit dem Gedanken an Selbstverteidigung. Das ist verständlich. Wer das Wort „Kampfkunst“ hört, denkt zunächst an Techniken, mit denen man sich im Ernstfall schützen kann. Aikido hat tatsächlich seinen Ursprung in den alten japanischen Kampfkünsten. Trotzdem ist unser Zugang zur Selbstverteidigung ein besonderer. Im Aikido geht es nicht darum, einen Gegner zu besiegen. Es geht darum, eine Situation zu lösen, ohne unnötige Härte und ohne Eskalation. Dies entspricht auch der Vorstellung des Gesetzes, wonach es sich bei Notwehr um die Verteidigung handelt, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff abzuwenden. Wir lernen, Angriffe nicht zu blockieren, sondern ihnen auszuweichen, sie aufzunehmen und umzulenken. Wer aufmerksam ist, steht besser, bewegt sich bewusster und kann früh reagieren. Dazu kommt, dass wir im Training nicht nur Techniken üben, sondern auch die Fähigkeit, in einer angespannten Situation die Nerven zu behalten. Wir üben das Gleichgewicht zu bewahren und nicht in Panik zu geraten. Diese Fähigkeit ist in vielen Situationen wichtiger als eine einzelne Technik. Natürlich ersetzt Aikido keine realistische Einschätzung von Gefahren. Niemand sollte glauben, man könne nach ein paar Trainingseinheiten jede Bedrohung sicher beherrschen. Wir üben miteinander und unterstützen uns bei der Entwicklung unserer Fähigkeiten. Selbstverteidigung beginnt für uns mit dem Ziel, Ärger zu vermeiden, Abstand zu halten und rechtzeitig aus einer Konfliktlage herauszugehen. Wenn es trotzdem körperlich wird, kann Aikido helfen, sich zu befreien, das Gleichgewicht des Angreifers zu stören und sich Raum zu verschaffen.
Wer dies selbst probieren möchte, ist eingeladen, mit uns zu trainieren.
Wann? montags und freitags jeweils ab 18:15 Uhr
Wo? im Haus des Dorfes in Hohenstein-Steckenroth,
Friedenstraße 1, 65329 Hohenstein
Kosten? Probetraining kostenlos
Vorab können Sie sich auch auf folgenden Internetseiten informieren: