In der Nacht zu Donnerstag, 20. August hatte es geregnet. Die Luft war gereinigt und die Temperatur auf ein zum Wandern gut geeignetes Niveau heruntergekühlt worden. Bei diesen Bedingungen hatten sich um 14:00 Uhr unterhalb des Niederlibbacher Kirchleins 32 Wanderwillige eingefunden, um heute mit Liesel und Rolf auf Tour zu gehen, denn die beiden hatten für den Hohensteiner Wanderkreis zuvor mögliche Wanderwege getestet.
Von der Straße in Richtung Hambach bzw. Orlen bog die stattliche Gruppe nach links in ein Seitental ab. Links säumten Bäume und Strauchwerk den Hang und rechts begleitete die Wanderer ein trotz der vorausgegangenen Dürreperiode erstaunlich grünes Wiesental. Zahlreiche Brunnenhauben verrieten, dass es im Faltersbachtal nicht nur oberflächlich Wasser zu finden gibt. Bei einem im spitzen Winkel nach links abzweigenden Wirtschaftsweg verließ Rolf mit den Kurzstrecklern das Tal, um auf einem 5 km langen Rundkurs Eindrücke von der hübschen Landschaft um Niederlibbach zu sammeln. Im Faltersbachtal weiter wandernd erregte eine steil aufgerichtete Leiter, die zu einem in schwindelnder Höhe angebrachten Hochsitz führte, die Aufmerksamkeit der Läufer und aufgescheuchte Rehe verrieten, dass der Ansitz gut positioniert ist. Eine Tafel pries die neu verlegte Abwasserleitung durch das Tal. Als Häuser von Orlen nicht nur zu erahnen waren, führte Liesel die Gruppe nach rechts an einer von einem Verein angelegten Baumgruppe vorbei nun in Richtung Hambach. Rinder mit weit ausladenden Hörnern betrachteten argwöhnisch die vorbeiziehende „Herde“ Zweibeiner. Noch ein kleiner Anstieg und die Straße Niederlibbach - Orlen konnte am oberen Ortsrand von Hambach überquert werden. Die blauen Markierungen der Aarschleife bedeuteten, dass nun am Rande Hambachs auf einem schmalen steilen Pfad eine Senke zu durchschreiten ist. Schon bald gab es einen Grund für eine Pause. Eine Aussicht mit mehreren Bänken bot einen Blick auf den Ort Hambach, wie ihn die wenigsten Mitwanderer je gesehen hatten. Die Eindrücke auf dem weiteren Weg durch Wald hätten nicht unterschiedlicher sein können. Zuerst schritt die Gruppe durch erstaunlich frisch wirkenden Laubwald, bog im spitzen Winkel auf einem anspruchsvollen Abstieg in ein Wiesental ab, um hernach auf einer mit einem braunen Laubteppich belegten Forststraße herbstliche Gerüche einatmen zu können. Am höchsten Punkt angekommen war klar, dass der Hohensteiner Wanderkreis im Winter bei Schnee schon einmal hier gewesen war. Zu erwähnen wäre noch ein Blick auf den im Wald versteckten Hambacher Weiher, und dann schwelgten die Wandersleute auf dem mit Recht „“Augenweide“ genannten Wanderweg mit Betrachtungen unserer schönen Taunuslandschaft.
Nach einem 8 km langen Rundweg durften auch die Langstreckler den voraus geeilten Kurzstrecklern zur Pizzeria ASPENDOS folgen. Bei Speis und Trank genossen die Wanderer den Abschluss eines allgemein als sehr schön empfundenen Wandertages. Die Wanderer lobten Liesel und Rolf für die Vorbereitung und Führung der Touren und auch ein wenig sich selbst für die nette Gesellschaft.
Am Donnerstag, 03. September will der Hohensteiner Wanderkreis erneut eine Aar-Schleife in Teilen erwandern. An diesem Termin ist der Treffpunkt um 14:15 Uhr auf dem zentralen Parkplatz in Laufenselden bei der Bornbachhalle. Vorgesehen sind auch hier eine kurze und eine längere Strecke. Für die Schlussrast ist der Wanderkreis in der Waldgaststätte, wo man deutsch, indisch oder „römisch“ speisen kann, angemeldet.
Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des Hohensteiner Wanderkreises www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen. Als besonderen Service bietet Petra auf der Homepage für Ortsunkundige auch einen Link an, um sicher und rechtzeitig zum Treffpunkt zu gelangen. Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabei sein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren. Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124 12357).