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Hohensteiner Blättche
Ausgabe 37/2026
Aus unserer Gemeinde
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Hohensteiner Wanderkreis

 

 

Mit dem Begriff „Freistaat Flaschenhals“ verbinden die Menschen in unserer Gegend im Allgemeinen das Gebiet im unteren Wispertal und Lorch am Rhein. Zwei Dutzend Wanderwillige des Hohensteiner Wanderkreises hatten sich am Donnerstag, 3. September in Laufenselden bei der Bornbachhalle getroffen, um einen Wanderweg mit der gleichen Bezeichnung kennenzulernen. Horst erklärte denn auch allen, die es noch nicht so genau wussten, den historischen Hintergrund und dass Laufenselden ebenfalls zu dem von den Siegermächten übersehenen Gebiet gehörte. Die Aar-Schleife mit dieser Bezeichnung soll die Geschichte wach halten. Die Hohensteiner Wanderfreunde wollten nun zumindest einen mehr oder weniger großen Teil des Wanderweges „Freistaat Flaschenhals“ kennenlernen.

Liesel und Rolf konnten auf einem knapp 8 km langen Rundweg wesentliche Höhepunkte des Wandersteiges zeigen und Horst durfte einem Viertel der Anwesenden auch einen als gut und schön empfundenen Ausschnitt vorführen. Vor dem Abmarsch glaubte allerdings der Heidenroder Himmel, von den Hohensteinern den Staub abbrausen zu müssen. Hurtig ausgepackte Regenvertreiber sorgten erfolgreich für das Beenden des kurzen Schauers, so dass die Wanderung bei frischer Luft und gutem Wanderwetter durchgeführt werden konnte.

Nach wenigen Metern auf einem Pfädchen längs der Landstraße nach Kemel wies die blaue Markierung der Aar-Schleifen die Wanderer zum Abbiegen nach links einen Hang hinauf. Eine Stele mit Informationen und Kartenausschnitt zum Freistaat lud zum Lesen und Verschnaufen ein. An einer Hecke entlang gehend wurde die ins Aartal führende Landstraße erreicht und überquert. Auf Wiesenwegen ging es hinab zum Dörsbach, an dessen Lauf in Richtung Reckenroth bis nahe der Gemarkungs- bzw. Landesgrenze die Läufer abwärts marschierten. Im Wald mit altem, knorrigem Baumbestand angekommen, zeigte ein Wegweiser, dass der markierte Kurs nun das Tal verlässt und die Läufer nach rechts abbiegend den Hang hinauf gehen dürfen. Rehe kreuzten den Weg bergwärts flüchtend, verschreckt über die Tatsache, dass kurz aufeinander folgend zwei Rudel Zweibeiner ihr Gebiet passierten. Ein Foto von den Kurzstrecklern wurde noch gemacht und dann galt es, den vorauseilenden Langstrecklern hinauf zur „Alten Limburger Straße“ zu folgen. Selbstverständlich wurden die zahlreichen Aussichten über Laufenselden und das Dörsbachtal mit kurzen Stopps gewürdigt und der Blick auf die interessant beleuchtete Landschaft genossen. Eine zur Möblierung des Wanderweges gehörende Liegebank hätte zum Wolkenschäfchen Zählen und zu einem Nickerchen verleiten können, doch die Wanderschar drängte zum Weitergehen. Der markierte Trail war schließlich noch längst nicht zu Ende. Wieder bei der L3321 und dem Blick auf das Gebiet mit Wochenendhäusern schnitten beide Gruppen einen Teil der Aar-Schleife, welche ins Aartal hinunter und wieder hinauf führt, ab und setzten nach einem kurzen Stück auf der Trasse der historischen Limburger Straße bei einem Aussichtspunkt angekommen die Tour auf der Aar-Schleife fort. Weiter im Zickzack-Kurs führte der markierte Weg zum Saukopf (435 m). Diesen Punkt hatten die Kurzstreckler allerdings nicht mehr erwandert, denn kurz zuvor waren sie eine Gewannlänge abwärts laufend zu einem Wirtschaftsweg gelangt, auf dem sie zügig zum Ausgangspunkt zurück kehrten.

Liesel und Rolf führten die größere Gruppe derweil zum Waldrand in Richtung Huppert. Herbstzeitlose zeigten den Jahreszeitenwechsel an und Ginsterbüsche am Wegesrand wirken auch am Ende des Sommers recht dekorativ. Das absolute Highlight der heutigen Tour war eine Felsgruppe, welche nicht nur auf unsere Fotografin Uschi sehr anregend wirkte. Die Passage dort gestaltete sich etwas herausfordernd für unsere Wandersleute, ergab allerdings am Schluss für die Bewertung der Wanderstrecke als besonders gelungene Tour den Ausschlag. Auf dem Talweg durch das Dörsbachtal beendete auch diese Gruppe ihre Wanderung. Der Wanderführer sagt auch an dieser Stelle Liesel und Rolf Dank für die sichere Führung. Im Gasthaus zum Waldblick ließen es sich die Wanderer hernach je nach Gusto mit deutsch oder indisch zubereiteten Gerichten schmecken. Ein gelungener Wandertag fand so den rechten Abschluss.

Am Donnerstag, 17. September will Werner unter Assistenz von Ellen und Robert für eine kürzere Strecke die Hohensteiner Wanderer „Hinner de Well“ führen! Gestartet wird um 14:00 Uhr vom Parkplatz oberhalb der Kirche in Steckenroth. Dem Vernehmen nach will Werner die Wandersleute im Bereich des Grenzgrabens sogar auf ortsfremdes Territorium führen. Allerdings rechnen die Wirtsleute im Gasthaus zum Taunus fest damit, dass die Exkursionsteilnehmer am Ende wieder nach Steckenroth zurückkehren, um sich beim Zieler einem „refreshing“ unterziehen zu können.

Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des Hohensteiner Wanderkreises

www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen. Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabei sein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren. Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124 12357).