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Hohensteiner Blättche
Ausgabe 41/2026
Aus unserer Gemeinde
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Hohensteiner Wanderkreis

 

 

Mit dem Monatswechsel sollte nach übereinstimmenden Meldungen auch ein Wetterwechsel stattfinden. Mit den trockenen Spätsommertagen sollte es nun Schluss sein und der Oktober schickte sich mutmaßlich an sogleich mit einem Regentag zu beginnen. Auf dem Terminkalender des Hohensteiner Wanderkreises war nun für Donnerstag, 1. Oktober eine Wanderung bei Rückershausen angekündigt. Ein Kennenlernen der Aarschleife „Aarway to heaven“ stand auf dem Programm und es stellte sich für die heutigen Wanderführer die bange Frage: „Wer wird denn bei diesen Wetteraussichten den ungewissen Verheißungen des Wander-Trails folgen, statt im trockenen Heim die Füße hoch zu legen?“ Zur großen Freude der Organisatorin standen um 14:00 Uhr 22 Wanderwillige abmarschbereit, wobei eine Wanderin bemerkte: „Wir können doch die Irmi, die die Wege abgelaufen und die Einkehr mit der Gastronomie abgesprochen hatte, nicht im Regen stehen lassen!“ Das mit dem Regen war allerdings nur sprichwörtlich zu sehen, denn außer Teint-Pflege gab es für die Läufer keine Dusche.

Mit Regenvertreibern gut bewaffnet marschierte die Gruppe vom Parkplatz beim Bürgerhaus zur ehemaligen Schule. Hier hatte Irmi erfolgreich ihre Grundschulzeit absolvieren dürfen. Wenig später bogen die Langstreckler mit Horst ab, um an Schrebergärten längs gehend zu dem Punkt hinan zu steigen, wo der Aar-Höhenweg das Tal quert. Irmi erstieg in einem Bogen mit etwas moderaterer Steigung diesen Geländepunkt, ohne allerdings die „Monsterkürbisse“ bewundern zu können. Während die Kurzstreckler sich im weiteren Wegeverlauf dem Genuss von Natur und Landschaft hingeben konnten, lag für die Himmelsstürmer der größte Teil des Anstieges noch vor ihnen. Bei einer Trinkwasser-Anlage gedachte man eines ehemaligen Mitwanderers und bei einem weiteren Stopp konnte ein sechsköpfiges Rudel Rehe beobachtet werden. So erklommen die Wanderer Stück für Stück die Anhöhe am Graben des Hahnerbaches entlang gehend. Zum Schluss wurde der Streifen urigen Waldes durchquert und eine immer noch trockene Bank wurde gerne von einigen Wanderern zur bequemen Sicht aus der Sitzposition über das Aartal genutzt. Anschließend wurde im Zickzackkurs auf Wiesenwegen der höchste Punkt auf dem Wehrholz erreicht. Trotz der nicht gerade optimalen Sichtverhältnisse konnten 3 Burgen, ein Kalkwerk und jede Menge Häuseransammlungen mit Namen benannt werden. Mit diesem Ergebnis hatte der Wanderführer selbst nicht gerechnet und so konnten er und seine Mitwanderer sich zufrieden auf den Rückweg begeben. Munter überwiegend bergab schreitend strebte die Gruppe nun dem Sauerbornswald zu. Der Wald stellt wohl nicht nur für Naturliebhaber, insbesondere wegen der Felspartien und des vom Forst unbewirtschaftet gelassenen tiefen Grabens, ein besonderes Erlebnis dar. Ein Pfädchen leitete die Wandersleute an Quellfassungen (Sauerborne?) vorbei talaufwärts zur Aar. Bei soviel Wasser teils aus der Erde quellend, teils im Flusslauf über Steine rauschend, wollte der Himmel nicht nachstehen und beeilte sich noch ein paar Tropfen von oben beizusteuern. Flugs wurde noch ein Gruppenfoto arrangiert und dann eilten alle Durstigen, der Wunsch nach innerlichem Feuchtigkeitsausgleich schien mit jedem Tropfen von oben gewachsen zu sein, hurtig dem Lokal am Minigolfplatz zu.

Die Kurzstreckler hatten ebenfalls eine trockene Ruhebank gefunden und konnten in Hausen über Aar unter Beweis stellen, dass beim Wanderkreis alles im rechten Rahmen bleibt. Der Weg im Aartal sorgte dafür, dass die kleine Gruppe den seit 1778 bekannten Sauerborn nicht verfehlen konnte. Die Kostprobe aus der Antoniusquelle schmeckte auch aus der hohlen Hand. Mehr brauchte es für die Kurzstreckler nicht zu sein, denn bevor Petrus den erwähnten Nachschub lieferte, hatte Irmi ihre Mitwanderer nach immerhin fünfeinhalb Kilometern Rundwanderung sicher unter das schützende Dach des Lokals leiten können.

Nachdem der Flüssigkeitspegel im Inneren der Wanderer wiederhergestellt war, wurde auch alsbald das Essen aufgetragen. Am Ende waren alle, die sich trotz Bedenken auf den Weg gemacht hatten, mit sich und dem Wandererlebnis sehr zufrieden, wobei auch der Wert, einige Stunden in netter Gesellschaft verbracht zu haben, nicht zu unterschätzen ist.

Am Donnerstag, 15. Oktober gibt es erneut eine Möglichkeit mit dem Wanderkreis die Natur in Gemeinschaft gleichgesinnter Wandersleute erleben zu können. Uschi hat eine Rundwanderung bei Heftrich für uns ausprobiert – es wird wieder zwei unterschiedlich lange Strecken geben - und auch ein Lokal für eine zünftige Schlussrast vorbestellt. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr der Parkplatz beim Alteburger Markt.

Interessierte an Wanderungen in netter Gesellschaft können Informationen auf der Homepage des Hohensteiner Wanderkreises www.hohensteiner-wanderkreis.jimdo.com einsehen.

Fotos vermitteln einen Eindruck von den Wanderungen. Dabeisein lässt außerdem das gute Gemeinschaftsgefühl spüren. Auskünfte zum offenen Wanderkreis erteilt auch Horst Bernstein (06124/12357).