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Hohensteiner Blättche
Ausgabe 8/2026
Aus unserer Gemeinde
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Die Braaderter Fassenacht machte sich auf ins Abenteuerland

Smileys

Lollipops

Am Fastnachtssamstag stieg die diesjährige Kappensitzung des TuS Breithardt in der restlos ausverkauften Breithardter Narrhalla, die auch in diesem Jahr wieder besonders festlich geschmückt war. Mithilfe beeindruckender Beleuchtungstechnik wurden Bühne und Narrhalla in den Fastnachtsfarben rot, weiß, blau und gelb illuminiert. Die Besucher, viele als Feen, Zwerge, Trolle, Hexen oder Zauberer verkleidet, betraten zunächst durch einen Bogen aus Luftballons im Eingangsbereich die Narrhalla, um sich anschließend im Braaderter Abenteuerland bestens unterhalten zu lassen. Während die Bühne als verwunschenes Abenteuerland mit Liebe fürs Detail kreativ gestaltet war und an den Seitenwänden mystische Bilder von Feen, Wölfen und Einhörnern hingen, wurde der Thekenbereich kurzerhand in „Hexenküche“ umbenannt.

Schon zu Beginn ging es mystisch zu, als Sven Bach als Zauberlehrling aus Molchschleim und Unkenblut einen schimmernden Zaubertrank mixte und die anderen Elferräte und Co-Sitzungspräsident Eike Emich zur Reise ins Abenteuerland auffordert. Verkleidet als liebliche Blütenfeen mit Elbenohren, als Hobbits, Zauberer und Kobolde zog der Elferrat ein. Durchs bunte Programm führten Sven Bach und Eike Emich gemeinsam – mittlerweile schon zum dritten Mal in dieser Konstellation.

Das Organisationskomitee (Eike Emich, Sven Bach, Volker Emich, Rolf Petri, Marcus Penk, Mona Petri, Fabienne Böhmer, Hanna Wüchner und Nils Petri) konnte gemeinsam mit dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm genießen, das von rund 170 Aktiven (im Alter zwischen 6 und 65 Jahren) gestaltet wurde. Zahlreiche Tänze, Büttenreden, Sketche und eine Play-Back-Show sorgten für beste Unterhaltung bei dem gut gelaunten Publikum, das im Anschluss an die Sitzung noch bis in den frühen Morgen das Tanzbein schwingen konnte.

Tänzerisch aktiv auf der Bühne waren vier Nachwuchs-Tanzgruppen des TuS Breithardt, nämlich die „Smileys“ (siehe Bild) mit einem herzerfrischenden Ausflug in den grünen Dschungel, die „Lollipops“ (siehe Bild) im Astronautenoutfit mit Raketenmusik im Weltall, die Gruppe „Sparkle Motion“ als Gangstertruppe auf einer schwierigen Mission sowie die „Diamonds“, die als Ladies in black über die Bühne fegten und mit Leuchthandschuhen für tolle Effekte sorgten. Ebenfalls dabei war die Showtanzgruppe aus Strinz-Margarethä, die in ihrem 55. Jahr des Bestehens ein besonderes Bühnenjubiläum feiert und den Maskenball in Venedig beeindruckend auf die Breithardter Fastnachtsbühne zauberte. Die TuS-Tanzgruppe „Shenti“ erzählte mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Tanz die Geschichte einer Verwandlung junger Mädchen in mystische Werwölfe. So manchem Zuschauer liefen, ob der rot funkelnden Wolfsaugen, eiskalte Schauer über den Rücken. Die Gruppe „HuSsies“ war weit mehr als der selbst so genannte „Dreck aus’m Meer“, sondern sorgte in tollen Kostümen als Meerestiere und Piraten und mit einer bunten Mischung aus Tanz und Klamauk für etliche Lacher. Den Abschluss einer kurzweiligen Sitzung machte das TuS-Männerballett die „Schwäncher“ mit einem imposanten und teils akrobatischen Tanz, bei dem die 27 jungen Männer in farbenfrohen Kostümen, einer davon verkleidet als liebreizende Alice, passend zum Motto im Wunderland unterwegs waren.

Die Breithardter Jugendfeuerwehr zeigte mit ihrem Sketch „Einsatz mit Verzögerung“, dass der Begriff „Löschen“ bei der Feuerwehr durchaus doppeldeutig interpretiert werden kann. So musste am Ende die Jugendfeuerwehr den Brand des eigenen Gerätehauses löschen, da die erwachsenen Feuerwehrmänner und -frauen offensichtlich in anderer „Löschmission“ unterwegs waren. Einer der Höhepunkte war die von Lina Ohlemacher in außerordentlicher Manier moderierte „Hitparade International“, die als Playback-Show zahlreiche Größen des Showgeschäfts nach Braadert brachte und dabei das Publikum begeistert mitsang.

Als Büttenredner begann Protokoller Lukas Bachmann, der als der Braaderter Pressemann humorvoll auf die Probleme rund um den Tausch der gelben Mülltonnen einging und neben weiterem Lokalkolorit auch Nachdenkliches zu aktuellen politischen Themen anbrachte. Ein tolles Debüt in der Bütt hatte Marius Rabenstein, der als junger Lehrer und Papa von seinen Erfahrungen mit dem eigenen und auch mit fremdem Nachwuchs berichtete. Dabei erlebt er bei Schulausflügen einige befremdliche Überraschungen, besonders wenn es mit der Schulklasse nach Holdesse geht.

Nach seinen Erzählungen über seinen beruflichen Werdegang vor zwei Jahren, berichtete Max Mylius diesmal über seinen Kindheitstraum, nämlich Boimaster von Braadert zu sein. Seine kreativen Ideen zur Amtsführung brachten die Zuschauer zum Lachen und der anwesende Patrick Berghüser konnte sicherlich so manchen Tipp für sein Tagesgeschäft als Hohensteiner Bürgermeister mitnehmen. Ein zweites Mal in der Bütt war Lukas Bachmann, der als Erstklässler aus dem Jahr 2004 von seiner eigenen Grundschulzeit erzählte und dabei die Eigenheiten seiner Mitschüler aus Braadert und den benachbarten Ortschaften aufs Korn nahm.

Hervorragend in Szene gesetzt wurden die Mitwirkenden vom Technik-Team rund um Carsten Daum, das neben den beiden Zeremonienmeistern Noah Ziegler und Lennart Ziegler sowie dem Mundschenk Yannic Penk für einen reibungslosen Ablauf auf der Bühne sorgte. Das Bewirtungsteam aus engagierten Mitgliedern des veranstaltenden TuS Breithardt sorgte für eine erstklassige Versorgung aus der „Hexenküche“, so dass der Vorstand um Christine Krämer-Stein und Natascha Penk zufrieden resümieren konnte: die Mühe hat sich gelohnt!