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Boppard im Blick - Heimatzeitung für die Stadt Boppard
Ausgabe 5/2026
Amtliche Mitteilungen
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Grußwort zur Fasenacht in Holzfeld

Traditionell grüße ich in Reimen

alle Narren – die großen wie auch die kleinen.

Vor allem die, die unseren Ort kulturell beleben

und bei den Sitzungen ihr ihr Bestes geben.

Am 07.02. starten die närrischen Wochen

bei der Kappensitzung wird die Stimmung kochen.

Die Plätze sind rar und ihr dürft nicht warten

kauft euch am 01.02. die begehrten Eintrittskarten.

Am Freitag dann, die Woche drauf

trumpfen die Kleinen richtig groß auf.

Die Kindersitzung lädt ein Alt und Jung

zum Feiern in die Gemeinde-Einrichtung.

Die Weiber treffen sich schon am Donnerstag davor

zu Kaffee und Gebäck mit Spaßfaktor.

Was wirklich geplant ist, verraten die Frauen nicht

eine ausgelassene Party, halt ich als Kerl für ein Gerücht.

Jetzt käme normal ein satirischer Rückblick

auf die Geschehnisse aus Welt- und Kommunalpolitik.

Doch bei dem realen Irrsinn dieser Zeit

Vergeht die Lust auf Spaß und Heiterkeit.

Sarkasmus und Realität kann man nicht mehr unterscheiden.

Zum Lachen wär’s – würden Menschen nicht darunter leiden.

Hier ist die Fasenacht aber auch in der Pflicht

und muss der Politik den Narrenspiegel halten vors Gesicht.

Ich jedoch halte mich dabei lieber bedeckt

nicht, dass noch jemand wird geweckt

und für ein besseres Sicherheitsgefühl

unsere Rheininsel für sich beanspruchen will.

Dann müsste ich beim Stadtrat ein Sondervermögen initiieren

um eine Woodfield-Island-Forces zu finanzieren

die dann für viel Geld und gemäß Protokolle

das Eiland mal erkunden solle.

Wer bei dieser Truppe müsste dienen

würde via Losverfahren entschieden.

Gemustert würde mangels Fachkräfte und Infrastruktur

vom Ortsbeirat im Gemeindehaus - im Flur.

Ich kann nur hoffen, dass Szenarien dieser Art

nie eintreten und unser Frieden wird bewahrt.

Die Kommunalpolitik lass ich dieses Jahr auch in Ruh

denn Schulen und Krankenhäuser machen zu.

Retten solls die Kommune mit eigenen Mitteln

die Zahlen für dafür sind kaum zu betiteln.

Es wurde klar: Wenn Parteifreunde und Genossen

aus anderen Städten einheitlich und geschlossen

gegen die Interessen aus Boppard votieren

muss die Zusammenarbeit im eigenen Stadtrat funktionieren.

Und bei all den Debatten darf man auch mal fragen

wer hat eigentlich bei Bildung und der Krankenhausplanung das Sagen?

Ich möchte das Thema jetzt nicht weiter zerreißen

und ganz allgemein auf die Landtagswahl hinweisen.

Im März stehen zur Wahl – nicht Söder und Merz

dafür andere Politiker mit Herz.

Wir haben die freie Wahl in unserer Hand

und bestimmen damit den Kurs für unser Land.

Genug mit dem Politik-Trara

schließlich ist die Fasenacht da.

Drum feiert, singt und hebt das Glas

auf das Schöne was war und wieder kommen darf.

Lacht mit einander – seid nicht perfekt

habt dennoch Achtung und Respekt.

Nehmt nicht alles zu genau

Gemeinschaft heißt bei uns: „Helau“

Johannes Link, Ortsvorsteher Holzfeld, 2026