Weil keiner in den Urwald zog und sie wieder geradebog… Die biologische Erklärung des Phänomens ist sicher schwieriger, doch es ist relativ einfach zu erklären, warum mit Bananen viele krumme Geschäfte gemacht werden: Bananen sind mit Abstand die beliebteste Südfrucht der Deutschen, und der Profit ist gewaltig, wenn einem egal ist, wie Bananen produziert werden.
Aber würde Ihnen eine Banane noch so gut schmecken, wenn Sie wüssten, dass auf den Plantagen Kinder schuften müssen, Arbeiter gnadenlos ausgebeutet werden und der für das Weltklima so wichtige Regenwald von Kettensägen niedergemacht wird, um in riesigen Monokulturen mehr und billigere Bananen zu erzeugen? Und nicht immer werden die Plantagenarbeiter vorher gewarnt, wenn das Flugzeug Pestizide versprüht – gut für den Profit, aber aus naheliegenden Gründen verheerend für die Gesundheit der Menschen. Dabei gibt es dazu eine Alternative: Bananen aus fairem Handel. Sie werden von Kleinbauern angebaut, die für ihre Arbeit fair bezahlt werden. Dafür verpflichten sie sich, ihre Kinder in die Schule zu schicken und auf den Einsatz von Pestiziden weitgehend zu verzichten. Von einer Extraprämie können sie z. B. gemeinschaftlich Maschinen kaufen oder ein Krankenhaus mitfinanzieren. Ihre Arbeit bleibt zwar trotzdem hart, aber immerhin haben sie ein Auskommen für sich und ihre Familien. Wenn Ihnen also nicht egal ist, ob Ihre Banane für die Bauern, die sich für sie krummgelegt haben, einen bitteren Beigeschmack hat, achten Sie beim nächsten Einkauf auf das Fairtrade-Siegel – für uns kostet eine Banane vielleicht 10 Cent mehr, für die Erzeuger bedeutet es eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben.
Fair gehandelte Produkte gibt es in Adenau in allen Supermärkten (Aldi, Edeka, Lidl, Netto, Rewe). Weitere Informationen zum Thema Fair Trade erhalten Sie beim Generationenbüro der Verbandsgemeinde Adenau, im Internet unter fairtrade-deutschland.de und Youtube.
Aufruf an alle Schulen, Vereine, Gastronomiebetriebe und den örtlichen Einzelhandel: Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Fair-Trade-Produkte anbieten! Wir werden dann bei passender Gelegenheit darauf hinweisen.
[Bernhard J. Müller]