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Adenauer Nachrichten
Ausgabe 3/2026
Öffentliche Bekanntmachungen
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Das Beste kam zum Schluss: Weihnachtskonzert und Illumination am Adenauer Kreuzweg

Am 20. Dezember 2025 trafen sich sieben Musiker, die vorher noch nie zusammen gespielt hatten, zum Kreuzweg-Weihnachtsexperiment.

Pünktlich um 16:30 Uhr begann das Intro „Glockengeläut von St. Peter in Rom“, danach Johann Pachelbels Kanon D-Dur. Anschließend übernahm Dirigent Hans Pohl mit seinem Weihnachtsorchester. Sie spielten mit ihren goldenen Instrumenten altbekannte Töne, darunter „O, du Fröhliche“, „O, Tannenbaum“, „Kling Glöckchen, Klingeling“ und „Vom Himmel hoch, da komm' ich her“. Mit Einbruch der Dunkelheit zeigte Dirk „de Lightman“ Nett sein Können: Wo vorher schroffe Felsen, skurrile Basalt- und Lavaformationen waren, entstanden märchenhafte Illuminationen in verschiedensten Farben.

Zusätzlich kam der Nebel vom Berg herunter und spiegelte die Farblichter in millionenfachen Kristallen. Nun zeigte der Adenauer Kreuzweg seine Bestimmung und seine Kraft, ein Ort der Hoffnung zu sein. Er reflektierte die Töne und warf das Licht zurück. Zum Klang von „Stille Nacht, Heilige Nacht“ sang der Chor aus über einhundert Besuchern mit. Da war niemand allein und die Erinnerung überflügelte manch einen Besucher, sodass hier und da manch ein Tränchen an den Wangen runterlief. Noch ein Lied nach den anderen ertönte, nachdem sich die Besucher eine Zugabe gewünscht haben.

Das Kreuzweg-Weihnachtskonzertexperiment war ein voller Erfolg, sieben exzellente Musiker kamen zur Ölberggrotte am Garten Gethsemane und spielten für Zehn. Nach gut einer Stunde endete das Konzert mit dem Weihnachtssegen des Papstes und dem Glockengeläut vom Petersdom. Die Aktion endete in einem einzigen Akkord, der in der Unendlichkeit verhallt, wie ein Versprechen, das nicht eingelöst werden kann. Es war der reißende Strom am Ende eines Traums, die große Leere, die der Traum zu überwinden suchte. Wenn der Akkord langsam verklingt, scheint er eine ganze Kultur in sein Geheimnis einzubinden. Den Zauber des Adenauer Kreuzweges.

PS.: Die tolle Resonanz der Besucher und Aktiven schürt die Hoffnung, dass das Kreuzwegkonzert vielleicht nochmal stattfinden wird. Denn fröhliche Melodien prägen feierliche Momente.

Text: Herbert „Fuzzy“ Bätz