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Adenauer Nachrichten
Ausgabe 36/2026
Öffentliche Bekanntmachungen
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Bericht der Bürgermeisters zur Stadtratssitzung am 27.08.2026

Stadtrat Adenau berät über Innenstadtentwicklung, Feuerwehr und Städtepartnerschaft

In seiner Sitzung am 27.08.2026 befasste sich der Stadtrat Adenau mit mehreren Themen, die für die weitere Entwicklung der Stadt von Bedeutung sind. Neben planungsrechtlichen Entscheidungen standen insbesondere die Innenstadtentwicklung, die Förderung neuer Nutzungen in leerstehenden Ladenlokalen sowie die Vorbereitung des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Sillery im Mittelpunkt.

Zu Beginn der Sitzung wurde Joni Kola als neues Mitglied des Stadtrates verpflichtet. Vor seinem Amtsantritt wurde er über die Rechte und Pflichten seines Amtes sowie die einschlägigen Bestimmungen der Gemeindeordnung informiert.

Einstimmig stimmte der Stadtrat der 23. Änderung des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Adenau für den Bereich des ehemaligen Badenova-Geländes zu. Dort befindet sich bereits eine Kindertagesstätte, außerdem ist auf der ehemaligen Liegewiese der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses vorgesehen. Mit der Änderung werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen entsprechend angepasst.

Ein weiterer Schwerpunkt war die erneute Bewerbung der Stadt um Aufnahme in das Förderprogramm „Innenstadt Impulse 2026“ des Landes Rheinland-Pfalz. Adenau war bereits 2025 in das Programm aufgenommen worden. Darauf aufbauend sollen nun weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Vorgesehen ist ein Gesamtvolumen von rund 120.000 Euro bei einer Förderquote von 90 Prozent. Der Eigenanteil der Stadt würde damit bei rund 12.000 Euro liegen. Der Stadtrat beschloss die Bewerbung einstimmig.

Geplant ist unter anderem eine zentrale digitale Innenstadtplattform. Diese soll Informationen aus den Bereichen Stadt, Service, Tourismus, Wirtschaft, Veranstaltungen, Vereine und öffentliche Dienstleistungen zusammenführen. Vorgesehen sind außerdem Veranstaltungs- und Buchungssysteme sowie ein KI-gestützter Assistent unter dem Arbeitstitel „Frag Adenau“. Ergänzt werden soll das Angebot durch ein Innenstadtaktivierungsprogramm sowie eine digitale Besucherlenkung mit Lauschtour und QR-Code-gestützten Informationsangeboten.

Ebenfalls beschlossen wurde die Richtlinie zur Förderung der Anmietung von Ladenlokalen in der Innenstadt. Der Innenstadtfonds ist dabei ausdrücklich nicht als allgemeines Mietzuschussprogramm für bestehende Betriebe vorgesehen. Vielmehr kann die Stadt geeignete leerstehende Ladenlokale anmieten und diese zeitlich begrenzt zu vergünstigten Konditionen neuen Nutzern zur Verfügung stellen. Ziel ist es, neue Nutzungskonzepte zu erproben und Leerstände wieder einer dauerhaften Nutzung zuzuführen. Dabei sollen neben Handel und Dienstleistungen auch soziale, kulturelle, kreative und gemeinschaftliche Angebote berücksichtigt werden. Die vorbereitete Vereinbarung wird vor ihrer endgültigen Verwendung nochmals juristisch geprüft.

Der Stadtrat beschloss außerdem die Annahme verschiedener Zuwendungen. Unterstützt werden damit unter anderem das JOFE Festival, der Lesesommer der Stadtbücherei sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Bereich oberer Hirzenstein.

Auch die Verwaltung der Angelegenheiten der Jagdgenossenschaft Adenau wurde neu geregelt. Der Stadtrat stimmte der entsprechenden Vereinbarung zu. Damit werden die Zuständigkeiten und der Verwaltungsaufwand künftig auf einer klaren Grundlage geregelt.

Im Rahmen der Informationen der Verwaltung wurde zudem über das bevorstehende Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Sillery informiert. Vom 2. bis 04.10.2026 wird in Adenau das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde gefeiert. Geplant sind unter anderem gemeinsame Ausflüge ins Ahrtal, eine Abendveranstaltung in Adenau sowie Gespräche über die weitere Gestaltung der partnerschaftlichen Aktivitäten im Jahr 2027.

Mit den gefassten Beschlüssen setzt die Stadt Adenau weitere Schwerpunkte bei der Entwicklung der Innenstadt, der Digitalisierung, der Aktivierung von Leerständen und der Stärkung des kommunalen Miteinanders.

Frank Wisniewski
Stadtbürgermeister