Es war eines dieser Wochenenden, die ich gerne in Gottes Hände lege - und die zugleich aus langer Vorbereitung wachsen. Als dann die Sonne hoch über dem historischen Ortskern von Knesebeck stand, lächelte ich. Menschen strömten herbei und überall war Leben. So war es am vergangenen Wochenende beim Katharinenmarkt. Ich sehe noch die Kinder vor mir, wie sie durch den Pfarrgarten toben: Die Hüpfburg, das bunte Programm vom Pony-, Jugend-, Reit- und Fahrverein, vom Sportverein, der Feuerwehr, dem Jägercorps und vielen mehr; alles voller Bewegung. Dazwischen fanden Gespräche und Begegnungen in Knesebeck statt; manche auch zwischen Menschen, die lange einander nicht mehr gesehen hatten. Es ging einiges durch die Hände an den Handwerksständen. Mittendrin breitete sich Musik aus. Der Heimat-, und Kulturverein und die Kirchengemeinde haben zusammen dafür über ein Jahr gearbeitet. Ein ganzes Dorf ist zusammengerückt. All das brachte den Ort zum Klingen.
Heute kann ich sagen: Da ist etwas gewachsen, dass wir uns selbst nicht hätten ausdenken können. Der Wochenspruch für die kommende Woche passt zu diesem Eindruck: „Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.“ (Psalm 98,1) Wunder sind selten in einer Welt, in der wir versuchen alles zu rationalisieren. Zugleich ist das, was ich mit dem Katharinenmarkt erlebt habe für mich ein kleines Gemeinschaftswunder. Es ist ein Wunder für mich, wenn in einer zerstrittenen Zeit wie unserer Menschen zusammenkommen und feiern; ohne dabei gleich eine dicke Geldbörse zu haben. Es ist ein Wunder für mich, wenn Menschen einen Ort für sich finden: Einen Ort zum Dabeisein, Durchatmen und Dazugehören.