Ausheben der Pflanzlöcher für die Hochstamm-Bäume
Setzen der Jungbäume - hier eine Esche
Naturschutzbund Deutschland (NABU) Kreisverband Stendal e. V.
Bucher Querstraße 22, 39590 Tangermünde/ OT Buch
Kreisverband Stendal e.V.
Mit der Pflanzung von 20 jungen Hochstamm-Bäumen ist Mitte November ein wichtiger Schritt zur Entwicklung einer neuen Hartholzaue an der Elbe bei Buch auf dem Bölsdorfer Haken erfolgt. Die Maßnahme des NABU Kreisverbandes Stendal e.V. wurde von der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe gefördert und knüpft an bereits bestehende Aktivitäten im Gebiet an. Bereits 2022 wurden auf einer angrenzenden 10 Hektar großen Fläche –
unterstützt durch die Tangermünder Ärzteschaft – 50 Bäume gesetzt, die sich inzwischen sehr erfreulich entwickelt haben.
Die jetzt neu angelegte Pflanzung auf 8 Hektar umfasst die typischen Arten der Hartholzaue Stieleiche, Esche und Ulme. Sie sollen in den kommenden Jahrzehnten zu einem naturnahen, widerstandsfähigen Auenwald heranwachsen. Hartholzauen gehören zu den artenreichsten und zugleich am stärksten bedrohten Lebensräumen Mitteleuropas. Flussbegradigungen,
Flächenversiegelung und intensive Nutzung haben dazu geführt, dass heute nur noch etwa ein Prozent ihrer ursprünglichen Flächen erhalten ist.
Dabei sind diese Ökosysteme mit ihrer natürlichen Dynamik der zeitweisen
Überschwemmungen und des Trockenfallens, sowie ihren kleinräumigen Strukturen, von großer Bedeutung für die lokale Umgebung. Auwälder gelten als die „tropischen RegenWälder Mitteleuropas“, und mit bis 12.000 Tier- und Pflanzenarten sind sie ein „Hot Spot“ der Artenvielfalt und Biodiversität.
Außerdem bieten sie durch einen verbesserten Wasserrückhalt im Boden sowie der Kohlenstoffbindung in der Vegetation und vor allem unterirdisch in den Wurzelgeflechten eine naturnahe Möglichkeit des Hochwasser- und Klimaschutzes.
Die Pflanzflächen sind Eigentumsflächen des NABU Kreisverbandes Stendal e. V.. Sie werden zukünftig als Auenwiesen genutzt, entweder durch extensive Beweidung oder extensive Mahd. Weitere Maßnahmen zur Pflege und der nachhaltigen Entwicklung des Gebietes sind bereits in Planung. Hierfür werden sowohl weitere Flächen als auch Gelder benötigt.
Der NABU Kreisverband freut sich daher über jede Unterstützung!
V.i.S.d.P.: Dr. Peter Neuhäuser / Vors.